alles, was nirgends sonst reinpasst

Die Coronaliga

„Es wäre schön, wenn wir den Fans durch den Fußball wieder ein Stück Lebensfreude geben könnten“, wird der Vorstandschef von RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, in diesem Zeitungsartikel zitiert.
… Äh, klar. Lebensfreude vermitteln, indem Geisterspiele in viel zu großen, viel zu stillen Stadien abgehalten werden. Was ist denn Fußball ohne Fans? Und wie wichtig ist diese angeblich schönste Nebensache der Welt wirklich?

Natürlich geht es den Leuten, die ihre Saison so dringend zu Ende spielen wollen, um die Fernsehübertragungen und daraus resultierenden Einnahmen. Da geht es um vielviel Geld. 900 Millionen Euro.

Der Statistikfreund, der alte Meinungsfuchs, hat dazu seine ganz eigene Idee:
Warum spielen sie nicht auf dem Trainingsplatz neben dem sehr großen und sehr stillen Fußballtempel? Die nicht vorhandenen Zuschauer würden weniger auffallen. Die Kameraleute ständen nicht gar so verloren am Spielfeldrand herum. Und vielleicht käme ein Fitzelchen Stimmung auf.

Kaum darüber zu Ende nachgedacht, fragte er mich: Warum bringen die ihre Saison eigentlich nicht an unserem Tischkicker zu Ende? Wir verlängern die Stangen, an denen die Männekens befestigt sind, auf 1,5 Meter zu jeder Seite und zwischen Torwart/Verteidigung sowie Mittelfeld/Sturm eines Teams (was dann aus zwei Personen je Bundesliga-Mannschaft besteht) stellen wir durchsichtige Trennwände auf, sodass auch alle Corona-Abstände gegeben sind. Wer als erstes zehn Tore hat, gewinnt und hat drei Punkte, die Tordifferenz ist natürlich auch wichtig (Herr Hoeneß, recherchieren Sie das mal), und wir  fassen die Spieltage zusammen, sodass die verbummelte Zeit rasch aufgeholt wäre. Den DFB-Pokal bringen wir danach genauso über die Bühne. Und die übrigen Wettbewerbe auch.

Die Idee ist super. Und mit der Lebensfreude hätte das bestimmt auch geklappt. Blöd nur, dass ihm beim DFB ziemlich sicher keiner zugehört hätte. Den (fast ausschließlich) Herren geht’s doch mehr ums Geld als um den Spaß an der Sache.

Also steht uns in Kürze ein Geisterrevierderby ins Haus …. oder ein Reviergeisterderby? BVB gegen Herne West ohne die gelbe Wand. Begeistert sind wir nicht.

Der Fußballgeist

Ein Kommentar zu „Die Coronaliga

  1. Ich hätte Emre Can für die hinteren Männekens nominiert und vorne wahrscheinlich Reus. Tischkickern kann man auch im Rollstuhl (was Reus betrifft) und Emre trau ich fast alles zu.

    Die Aufstellung vom SF lag zum Zeitpunkt des Beitrags vor, jetzt hat er sie verklüngelt. Es wäre wahrscheinlich ein Allstar-Team der Bremer Mannschaft gewesen, vorne Klose, hinten Klasnic, Ailton, Micoud oder Pizarro.

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