backen, bauen, Flugzeugfliegen

Altmetall am Altjahrsabend

Da das Jahr 2021 für die meisten von uns unsortiert und am Stück in den Restmüll kann, will ich dir mal was über sinnvolles Mülltrennen erzählen. Es geht um den Wertstoff

Aluminium!

Mit Alu kann man viel sinnvollere Dinge anstellen als es in den gelben Sack zu tun (oder sich Hütchen draus zu basteln).

Richtig: man kann es sammeln.

Die Produktion von Aluminium ist sehr teuer. Rohstoffe müssen aus Afrika importiert und mit hohen Umweltkosten weiterverarbeitet werden. Für die Verhüttung ist außerdem eine große Menge Energie nötig.
Ich langweile dich nicht mit Zahlen, die du dir alle selbst zusammensuchen kannst. Nur eine finde ich eindrücklich:

fünf Prozent

der Energiekosten der gesamten Herstellung sind notwendig, um aus altem Aluminium neues zu machen.
► Keine Rohstoffe, die (unter vermutlich menschenunwürdigen Bedingungen ohne Arbeitsschutz) abgebaut und herbei geschafft werden müssen.
► Keine Umweltzerstörung und Bodenerosion beim Abbau.
► Keine aufwändige Entsorgung des Rotschlamms.

►► Altes Aluminium lässt sich ohne Verluste endlos oft wiederverarbeiten.

Beim Altmetallhändler bekommst du nicht viel für ein Kilo Aluminium, und wenn du nicht gerade ein Gewächshaus zerlegt hast oder ein paar Felgen loswerden willst, ist der Sack mit deinem Kilo Alu ziemlich umfangreich.
Meist bringe ich aber noch andere Dinge mit (die Sammlung sammelt sich ja über einen längeren Zeitraum), zB leere Konservendosen, Schraubdeckel, pfandfreie Getränkedosen, Kabel von ausrangierten Elektrogeräten, was ich im Wald so finde an metallenem Müll etc.
Die Kosten für Herstellung bzw. Wiederverwertung von Stahl und anderen Metallen dürften sich in der Energiebilanz ähneln.

Aluminium findest du zB hier:
Katzenfutterdosen
Kaffeekapseln
Jogurtbecherdeckelchen
Nikolaus- und Osterhasenfolie
Dönerverpackung
Grillschalen
Essensverpackungen im Kühlregal
Tablettenblister
Teelichter
und in vielen anderen Dingen des täglichen Lebens, die geruchsneutral, hitzebeständig und leicht sein sollen und die gemeinhin nur einmal genutzt und dann weggeschmissen werden.

Ich habe in der heimischen Küche ein Gefäß, in das ich das anfallende Alu sortiere. Im Keller steht der große Sack (neben dem Eimer für Stahl, dem Tütchen für Kupfer, …). Das sind Strukturen, die in jedem Haushalt Platz finden, und wenn nicht, machst du dir halt eigene Strukturen. Hier in der Reha sammle ich natürlich auch, und erkläre den Mitmenschen gerne, was ich mit der Alufolie von ihrem Döner vorhabe.

Es ist ein Wertstoff!

Für all diese Erkenntnis brauchte ich übrigens keine Greta.
(bin ich schon gefragt worden.)

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