Heimatland

14.7.21

Nach den ebenso heißen wie trockenen Sommern 2018, 19 und 20 waren viele Leute froh über den vielen Regen in Mai und Juni 2021. Natürlich, die Badefreunde fanden es nicht lustig, dass sie dauernd den Regen aus Liegestuhl und Gummiboot schöpfen mussten. Pflanzenfreunde schöpften auch, aber endlich kein Wasser mehr auf ihre Beete wie in den drei Jahren zuvor, sondern – Hoffnung.

Bis der 14. Juli kam. Und mit ihm eine völlig unvorstellbare Menge Regen.

Alles danach waren Tröpfchen:

Alle Screenshots von wetter-online.de vom 15.6.-11.8.2021

Zur Rückschau auf Ereignisse und Versäumnisse zwischen Hagen/Westfalen und Bad Neuenahr-Ahrweiler empfehle ich den Podcast „Die Flut – Warum musste Johanna sterben?“ von Marius Reichert in SWR und WDR, 6 Folgen à ~50 min.

Vorgartenblog-Bildzitat

Zuständige Politiker wurden abgewählt oder „zurückgetreten“ … ob die Politik sich geändert hat, weiß man nicht. Vielleicht.

Wupperbrücke Glüder

Ein Kommentar zu „14.7.21

  1. Ja ja die Flut. Ich habe eine Tour mit meinem Sohn gemacht und war dann auf dem Rückweg von Bonn nach Euskirchen und musste eine Straße bergauf fahren, wo das Wasser wie ein Fluss hinabfloss… Das war am 14. Und am 15. war Euskirchen von der Außenwelt abgeschlossen. Nichts ging mehr, keine Straßen, kein Telefon, kein… Und das zum ersten Arbeitstag auf der neuen Arbeit.
    Es war schon seltsam, aber ohne einen positiven Aspekt neben all der Zerstörung und dem Elend, das die Flut zurück gelassen hat, bleibt es bei mir nicht. Denn für mich war die Flut tatsächlich ein Tor in ein neues Leben. Bis dahin noch viele trauernde Augen weil all das Bekannte ein Ende nehmen sollte – aber auch Freude und Vorfreude – war plötzlich vieles Bekannte nicht mehr da. Und ich verließ einen Ort, den ich solcher Art nicht kannte. Meine Lieblingsplätze gab es nicht mehr, auch wenn mein Haus absolut nichts abgekriegt hatte. Aber Euskirchen war nicht mehr wie zuvor.
    Und jetzt habe ich ein komplett neues Leben. Alles ist anders. Nur Gott ist gleich und ich ihm unsagbar dankbar für alles, was mir Gutes im Leben widerfährt. Trotz Fluten und anderen Katastrophen – ja, tatsächlich hätte ich vor fünf Jahren noch nicht daran gedacht, dass sowas wie die Flut aber auch all die anderen derzeitigen Umstände und mal ereilen würden. Aber wie sagt man – erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

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