das Leben

wir wollen in Würde leben

Leicht verspätet erfahre ich vom #IchBinArmutsbetroffen, der seit dem 12. Mai tausendfach getwittert wird, denn jetzt haben die Armutsbetroffenen eine Petition gestartet. (ich twittere nicht, sonst hätte ich das Thema eher aufgegriffen)

[…] wenn weder Götter noch Könige unsere Geschicke lenken und bestimmen und es keine Stände gibt, die durch Kastensysteme unseren Platz in der Welt von Geburt an festlegen, dann können nur unser eigener Fleiß und Schweiß, unser Talent und unsere Leistung dafür verantwortlich sein, wo wir uns gerade in unserem Leben befinden.

aus #IchBinArmutsbetroffen – Warum der Hashtag so wirkmächtig ist von Samira El Ouassil

Es ist vielleicht an der einen oder anderen Stelle schon zutage getreten, dass ich nicht mit dem höchsten Kontostand gesegnet bin und mein 911er nicht aus Zuffenhausen ist, sondern von Siku. Zuletzt hatte ich mich unter Zuhilfenahme großer farbiger Buchstaben über die Begrifflichkeit „sozial schwach“ echauffiert. Manchmal gehts hier auch über Möglichkeiten und Wege, der Armut auf weltlich verständliche Art zu entkommen (ich schreibe präzise, weil es noch andere Arten gibt, die nicht weltlich-verständlich sind), wie zum Beispiel das Bedingungslose Grundeinkommen.

Das Wichtigste ist das Bekämpfen der Armut. Armut betrifft alle in unserem eigentlich so reichen Land. Die meisten von uns sind eine Kündigung davon entfernt. Plötzlich können Raten und Mieten nicht mehr bedient werden, dann … ach komm, du hast Fantasie, denk dir selbst aus, wie schnell es abwärts gehen kann.
Das Zweitwichtigste ist, die Scham abzulegen und den Gedanken, du seist vermutlich selbst schuld an deiner Misere. Ich kenne solche Gedanken.

… Hätte ich damals nur ein paar bessere Entscheidungen getroffen – nicht diese Beziehung, nicht dieser Job, nicht diese eine Sache, die mir damals so wichtig erschien, dass ich dafür alles andere gelassen habe …
!! Aber glaub doch nicht, dass du deswegen bis zum heutigen Tage vom Schicksal oder einer übergeordneten Macht bestraft wirst!
Leute mit höherem Kontostand treffen auch falsche Entscheidungen. Die Auswirkungen sind nur andere als bei dir.

Das andere Zweitwichtigste ist den Gedanken loszuwerden, dass du allein bist.
Ja, wahrscheinlich sind nicht alle der 44.242 Personen*), die die Petition unterzeichnet haben, von Armut betroffen, aber sie solidarisieren sich mit #IchBinArmutsbetroffen.
Du weißt doch, was „solidarisieren“ bedeutet? Laut Duden ist es für jemanden/etwas eintreten, um gemeinsame Interessen und Ziele zu verfolgen.

*) um 20:06 am 5.8.2022

Stell dir vor, ich wollte diesen Artikel tatsächlich schreiben, ohne auf Jesus zu sprechen zu kommen. Ich hatte es wirklich vor. Es sollte nicht schon wieder eine dieser nicht weltlich-verständlichen Geschichten werden, wo Anders- und Nichtglaubende sich ratlos ans Kinn fassen (so: 🤔) und überlegen, wann sie den Moment verpasst haben, das Gespräch zu beenden.
Aber es geht nicht.
Ich befinde mich nämlich in der absolut privilegierten Position, dass ich mir um all diese Dinge keine Sorgen machen muss. Klar, niemand muss sich Sorgen machen, um es wörtlich aufzudröseln. Niemand wird gezwungen. Aber angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten und dagegen stagnierender oder nur minimal angehobener Löhne, Gehälter, Bezüge, Renten etc. fällt es schwer, sich keine Sorgen zu machen.
Offiziell gehöre ich zu den von Armut betroffenen.
Inoffiziell, also nach nicht weltlich-verständlichen Maßstäben, gehöre ich zu denen, die sich keine Sorgen machen müssen, weil alles teurer wird. Und es macht mich unfassbar glücklich. Entspannt. Weil ich weiß, Jesus kümmert sich für mich um all den Kram, den ich mit meinen Sorgen keinen Deut verbessern kann.

Das will er gerne auch für dich tun. Sag zu ihm: „Jesus, ich brauche dich in meinem Leben, ich kann mich nicht um alles selbst kümmern. Trag du das für mich“, und er wird sich bei dir melden.
Versprochen!
In der Bibel ist überliefert, dass er sich in einer Rede mit einer Tür verglich. „Wer suchet, der findet“ ist keine Redewendung wie viele andere, sondern ein Zitat aus der Bibel. Gleich davor sagt er „klopf an und ich werde öffnen“. Da er sich die Tür nennt, könnte man es auch so schreiben: „Klopf an und ich werde mich dir öffnen“.
Um das nicht alles zu verknüpfen in diesem verknüfungsreichen Artikel, kommt hier die ganze Textstelle:

»Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Wer von euch würde seinem Kind einen Stein geben, wenn es um Brot bittet? Oder eine Schlange, wenn es um Fisch bittet? So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten.«

Zitat von Jesus. Nachzulesen in: Die Bibel, Matthäus 7 Verse 7-11

Vielleicht kümmert Jesus sich nicht als allererstes um deine Problemliste, sondern um Verletzungen in deinem Leben, derer du dir gar nicht bewusst warst und die dich im Zweifelsfall immer ausgebremst haben. Ändert vielleicht erst deine Einstellung, dann das Problem. Aber er meldet sich bei dir, das ist sicher.

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