alles, was nirgends sonst reinpasst

Vineyards Blumenwiese 2019

aus der Beschreibung für den Workshop, den ich bei der Blumenwiese (1.-3.11.2019 in Köln) anbiete:

Auf einer Art Tonpapier in allenfalls Postkartengröße wird etwas gemalt, gezeichnet, gestempelt, mit Ölkreiden, Wachsmalern, Buntstiften oder was so da ist (ich bringe ein Sortiment mit) und das malen wir nicht für uns selbst, sondern um es weiterzugeben, idealerweise an Menschen, die wir nicht kennen und die Gott uns zeigt. Die Botschaft kann dann einfach so übergeben werden, vielleicht erklärt, vielleicht sagt auch Gott der Person gleich schon, worum es geht.
„Ziel des Spiels“ ist, die Scheu vor prophetischen Botschaften abzulegen helfen und sich frei zu machen vom Druck, dass jede Botschaft auch super ankommen muss: wir sind nur die Überbringer, der Rest ist Gottes Job. Die Übung hilft auch, sich auf die sehr vielen Möglichkeiten einlassen zu können, mit denen Gott zu uns redet und wie er durch uns mit anderen in Kontakt treten will.

Zehn Frauen sind herzlich willkommen mitzumachen.

Ich freu mich auf euch!

Fernweh

Das lag nur an den Gießkannen

Am fünften Tage schuf Gott der Herr das Vieh und die wilden Tiere des Waldes und der Steppen. (1. Mose 1,24+25) An meinem fünften Inseltag hatte ich hingegen das Gefühl, er hätte gerade eben den Wind erfunden und müsse sich noch ein paar mal an seinem Sausen und Brausen erfreuen, bevor er sich anderen Dingen zuwenden könne.
Die sonstigen Zutaten des Tageswetters waren: viele Wolken, Sonne und gelegentliche Regenschauer, dazu war es recht kühl. Definiere „kühl“: nicht so kalt, dass ich eine lange Hose angezogen hätte.
Vom engagierten Dauerregen war der Strand von Pfützen übersät, weil ich jedoch vortags viele Schritte getan hatte, fuhr ich mit dem Rad zum südlichen Ende der Promenade und testete zuerst mal, wie viele Krümel in einen Spatz passen.

Ich habe keine Kenntnis im Auseinanderhalten von Spatzen, bis auf den Unterschied zwischen Herr und Frau Spatz, aber dieses Spatzenmädchen vom letzten Bild war die ganze Zeit da, und es war am schnellsten von allen. Sehr viele Krümel passten rein.

Ich liebe Gottes Himmelskaleidoskop – er tippt es mal kurz an und alles sieht wieder ganz anders aus.

Die Flut war sehr hoch, man kann es an Borkums „Premiumstrand“ erkennen.

Im mittelrechten Bildhintergrund siehst du ein Gestell aus den Wellen ragen – es gehört zu einer Surfschule, die man normalerweise auch bei Flut trockenen Fußes erreicht.
Als Standard-Festländer wundert man sich dann natürlich, woher auf einmal das ganze Wasser kommt, „normalerweise“ ist es ja auch nicht da?
Sei getrost, ich habe die Lösung mithilfe meiner präzisen Beobachtungsgabe herausbekommen.

Leere Gießkanne = Wasser ausgeschüttet.

Leider war es zu spät zu ermitteln, wer für den Unfug verantwortlich war.

aufgewärmt

Der Charme des Fehlerhaften

Na-tür-lich ist das kein aktuelles Foto. Mein Garten ist (ebenso wie dieser Vorgarten) etwas ganz besonderes, aber wir schwingen bevorzugt mit den Jahreszeiten. Außerdem wollen zwar alle Menschen von nah und fern der Vorgärtnerin echten Garten sehen, aber ich habe noch keine dreisprachigen Hinweisschilder aufstellen müssen.
Das Foto hab ich Sommer 2012 in Venlo auf der Floriade geknipst. Ich durchforstete meine Fotoarchive nach was anderem und fand wie so oft hübsche Dinge, aber nicht, was ich suchte.


In anderen Jahren gab es Deutsche Einheit am Tag derselben. Oder ebenfalls was anderes. Eine Zusammenfassung aus zwölf Jahren Blogologie:
Liebesbekenntnis
Frage zum Tage IX
Nanu . . . .
voll die krasse Feierei hier, ey!
Eingang einer Beschwerde
das ist Gott niemals:
Versmaß braucht doch kein Mensch*
Feiertagsdefinition
Tag der Deutschen Einheit 2015
Erntedank verdirbt nicht
Seid gegrüßt (inklusive schöner Anregungen, den Herbscht zu feiern)

Manche Beiträge sind vom Tag vor oder dem nach dem 3.10., je nach dem, wie es sich so ergab. Bloß im Oktober 2018 wurde im alten Vorgarten gar nichts serviert, depressive Umstände und wordpressive Umzüge verhinderten es.
* diese Feiertagsgestaltung gefällt mir gerade am besten.

Fernweh

Sauwetter* im Paradies

Es war Mittwoch, der vierte Inseltag, und ich notierte an diesem Tag:

Irgendwann hat man dann genug drauf gewartet, dass der Regen endlich aufhört und man zum Strand gehen kann – und geht trotz des Regens los.
Und findet auf der leeren Fläche neben viel Wetter nur wenige Menschen, die einen alle freundlich anlächeln, weil sie wissen, dass man die gleichen Kämpfe hatte wie sie, bevor sie losgegangen sind.

Auf dem Weg zum Meer musste ich plötzlich sehr lachen, denn mir fiel die Sache mit den Brennnesseln auf dem Weg zum Paradies ein. Auf dem Weg zum Paradies könnte auch Sauwetter sein, aber lasse ich mich dadurch vom Paradies abhalten?

Niemals.

Sauwetter hin oder her – hey, es ist das Paradies! Mit Jesus zusammen ist ein Sauwetter … ein Sauwetter zusammen mit Jesus. Werden wir halt beide nass bis in die Unterhose, na und?

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* = Sauwetter ist bei mir kein negativ gefärbtes Wort, ich könnte es genauso auch „Starkwetter“ nennen. „Sauwetter“ gefällt mir aber besser. Meist schmücke ich es mit Adjektiven wie wunderschön, prachtvoll etc.

Fernweh

konturlos bis 74

Bei blauem Himmel kann fast jeder „schöne“ Fotos machen, aber das ist nichts für mich. Ich will Kontraste, finstere Wolken und eine gewisse Dramatik. Der dritte Inseltag präsentierte sich wolkenverhangen und mit mehr Wind als der vorige; eigentlich gute Zutaten für Gottes Himmelskaleidoskop. Und dennoch war irgendwie noch nicht die richtige Fotostimmung aufgekommen.

Interessante Komposition. Aber nicht das, womit ich die Festplatte meines Handykameraden füllen möchte 😉

Ich war während der Zeit sehr glücklich, nicht dass du denkst, meine Ansprüche seien in allen Bereichen des Lebens so hoch. Kilometerlang bin ich am Strand herumspaziert und habe mich dabei jeden Tag im selben kleinen Areal bewegt. Über große Ziele und damit verbundene Gewaltmärsche wie „geh doch noch mal um Hoge Hörn drumrum“ hatte ich gar nicht erst nachgedacht.
Erfreulicherweise dauerte es nicht bis zum Foto Nr.178, bis ich endlich den ersten „richtigen“ Blick erwischen konnte. Beobachte selbst die Unterschiede zwischen denen oben und diesem.

des Rätsels Lösung: reflektierendes Gegenlicht.
auf einmal ist Dynamik drin, von mir bis zum windgebürsteten Horizont und weiter in den Wolken.

Ab da gab es kein Halten mehr, wie du dir vielleicht vorstellen kannst.

Als ich irgendwann wieder festen Boden unter den Füßen wählte, verzogen sich die Wolken. Auf der Promenade begegnete mir diese Jungmöwe im Stechschritt.

Diese Silbermöwen-Teenies sind Nervensägen. Wenn sie ihre Eltern sehen, betteln sie die ganze Zeit nach Futter und quieken dabei, dass man denkt, irgendwas müsste mal dringend geölt werden.

Weitere Kontraste und Auswirkungen eiliger Luft bekommst du in der Zusammenfassung des vierten Inseltags zu sehen.

Fernweh

das Nichts – oder eher drei Kamele?

Etwas in mir will diesen prachtvollen und menschenleeren Zustand immerzu „das Nichts“ nennen, dabei ist ja jede Menge da. Wolken, Wind, Wasser, Sand, Pflanzen, Tiere, etc etc etc. Möglicherweise ist nicht alles für mich sichtbar, was da ist. … okay, dann ist Jesus also auch da. Logo.
Es muss ein recht windstiller Tag gewesen sein, sonst hätte ich nicht dieselbe Wolke im Abstand mehrerer Minuten erneut knipsen können. Sie ist aber auch mal eine Hübsche.
Einige Menschen, die ich via Messenger mit digitalen Urlaubsgrüßen bedachte, nannten dieses Bild „Drei Kamele hinter der Düne“. Darauf kann man kommen mit so einem Fitzelchen Fantasie.
Ich mag auch die schlanken Schatten, die der Wind hier angehäufelt hat.
Ein seltener Anblick: ein hochformatiges Foto. Am Meer kommt mir das nicht so oft in den Sinn. Das mit Leben überfüllte sogenannte „Nichts“ kann man hier besonders gut erkennen, finde ich.

Beim nächsten Mal zeige ich dir dann ein paar Fotos vom dritten Inseltag.

Fernweh

Schildkröten und Horizontitis

Diese spezielle Lampe hängt in dem Wohnzimmer, das ich während meines Urlaubs bewohnen durfte. Das Zimmer ist von oben bis unten und an allen Wänden dunkel-petrol gestrichen, was du siehst, ist also keine Fehlfarbe, die das Handy eingefügt hat. Der Wohnzimmerhauptbewohner hatte nach zehn Jahren mit Saisonarbeitsverträgen zwischen lauter weißen Wänden Bock auf Farbe. Zum Glück hat der Raum zwei große Fenster, sonst käme man sich wohl vor wie in einem Schuhkarton.
Ich habe mein Handy noch immer nicht mit einer integrierten Wasserwaage optimiert, das sieht man prima an diesem Foto. Ich nenne das Problem Horizontitis, was absichtlich nach einer Krankheit klingt.
Halte deinen Bildschirm bitte entsprechend schief, sonst läuft ja das ganze Meer aus.
Ich liebe es, wenn das Licht grell und hart wie aus einem Schacht auf die Wasserfläche trifft und alles drumherum dunkel liegt. Es war das erste der Art, das mir im Urlaub gelungen ist. Zum wirklich guten Foto müsste noch mehr Ordnung am Himmel herrschen (nicht so ein Wolken- und Helligkeitsdurcheinander).
Schäfchenwolken, pöh! Hier siehst du, sehr zentral und grau hervorgehoben, eine Schildkrötenwolke.
Das einzige Panoramafoto, das etwas geworden ist. Die anderen sind beim Rendern abgestürzt, vielleicht war zu wenig Platz auf der SD-Karte.
Hier erkennst du besonders eindrücklich die Erdkrümmung. (Das Foto ist nicht an Horizontitis erkrankt: die äußert sich nur schräg und nicht leicht wellig.)
Bereits zu dem Zeitpunkt (erster kompletter Urlaubstag auf der Insel) wusste ich, dass alles im grünen Bereich ist. Das bin nämlich ich: so sehe ich aus.
Das gleißend Weiße sind übrigens meine Füße, die bis dahin kaum einen Sonnenstrahl abbekommen hatten. Eingedenk der Tatsache hatte ich sie kurz zuvor mit Sonnencreme eingeschmiert, sodass sie sogar leicht bläulich wirkten.

Beim nächsten Mal kriegst du ausgewählte Fotos vom zweiten Inseltag zu sehen.