alles, was nirgends sonst reinpasst

Schmiede ohne Grenzen/Equiwent

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Schmiede ohne Grenzen/Equiwent aufmerksam geworden bin, wahrscheinlich bei einem der nächtlichen Streifzüge durch Youtubes Filmarchiv.
Das war der erste Film, den ich von ihnen gesehen habe:

Ich bin kein großer Tierfreund und vertrete für mich die These, dass ich keinem Tier Essen kaufen kann, solange es noch hungernde Kinder in der Welt gibt. Bei ihren Rettungsmaßnahmen für die Arbeitspferde in Ostrumänien sind die Schmiede und Tierärzte von Equiwent irgendwann an einem ganz ähnlichen Punkt angekommen: Sie konnten nicht länger am Elend der Menschen vorbei gehen, um ihren Tieren ein besseres Leben zu geben.
Sie haben ein Humanprojekt ins Leben gerufen, das es Kindern ermöglicht, in die Schule zu gehen, satt, mit ordentlicher Kleidung, das Familien ein Dach überm Kopf und eine wirtschaftliche Existenz gibt, das sich um ärztliche Versorgung kümmert und inzwischen mit seinen Sozialarbeitern viele Aufgaben des rumänischen Staats übernimmt.
Und das hat mein Herz berührt.
Equiwent ist keine christliche oder politische Organisation; die Leute sehen die Not und krempeln die Ärmel hoch und packen an. Natürlich wird nicht nur praktische Hilfe gebraucht, die finanzielle Unterstützung ist genauso wichtig. Mit meiner kleinen monatlichen Summe bin ich Förderer des Humanprojekts geworden. Ich habe nicht viel Geld, aber im Vergleich zu der extremen Armut am südöstlichen Rand unserer EU (oh ja, Rumänien ist seit 2007 EU-Mitglied!) lebe ich in absolutem Luxus. Wie könnte ich nicht einen Teil davon abgeben, wenn mit diesem kleinen Teil so viel getan werden kann?

Schau bitte in dein Herz und auf dein Konto. Und dann, im besten Fall, handle.

Nähere Infos zu Equiwent:
der Youtube-Kanal von Gründer Markus Raabe
die Homepage und die Zusammenfassung eines Tages im Leben des Hufschmieds

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ein fantastischer Jahrgang

Was haben der BVB und meine Omma gemeinsam? Sie stammen beide aus dem Jahr 1909. Der BVB wurde am 19.12.1909 gegründet und meine Omma vier Tage später, am 23.12.1909. Na ja, gegründet wurde sie ca. neun Monate zuvor – sie betrat die Bühne des Lebens.
Den BVB gibt es zum Glück noch, und bei meiner Omma würde ich das Glück andersrum definieren: zum Glück lebt sie nicht mehr. Sie wäre ja heute 110 geworden.
Allerdings kannte ich sie schon, als ich noch nichts vom Fußball wusste, und sie ist mir zeitlebens wichtiger gewesen als diese angeblich schönste Nebensache der Welt.


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Steckbrief aus Korrekte Bande 5/2019

Im aktuellen Steckbrief, einer der beliebten Rubriken der Korrekten Bande, stellt sich eine gewisse Julia (43) von den Jesus Freaks Remscheid vor.
Das bin ich.

(Richtig, das Foto kennst du schon.)

Korrekte Bande (kb): Warum bist du bei den Freaks?
Julia (J): ‚cause I don’t know where else to go …‘
(kb): Wie hast du in letzter Zeit Gottes Reden erlebt?
(J): Meistens in der Natur.
(kb): Was war der beste Augenblick deines Lebens?
(J): Liebezeit, ich bin 43, wie soll ich mich da auf einen festlegen?
(kb): Was bedeutet Schönheit für dich?
(J): Die Schöpfung.
(kb): Wie möchtest du am liebsten sterben?
(J): Alt und lebenssatt. Und dann bitte recht fix.
(kb): Was wolltest du schon immer mal machen?
(J): Fliegen können wie ein Greifvogel. Und Landschaftsmalerei lernen. Und eine Kanutour durch die Mecklenburger Seenplatte.
(kb): Was macht dich traurig?
(J): Elend und Armut und schlechte Verhältnisse.
(kb): Wie hältst du es mit der Politik?
(J): Ich halt mich da raus.
(kb): Skizziere deine Gedanken, als du das erste Mal in einem Freak-Gottesdienst warst!
(J): Ich hatte ein bisschen Angst vor all den wild aussehenden Typen.
(kb): Wo würdest du wohnen, wenn du das komplett frei entscheiden könntest?
(J): Am hinteren Ende einer Sackgasse. *)
(kb): Was würdest du Jesus fragen, wenn du dereinst vor ihm stehst?
(J): Ob er mit mir zum Strand geht.
(kb): Was ist deine Vision für dein Leben?
(J): Ich bin des Höchsten Freundin, der Rest klärt sich dann.
(kb): Was ist für dich ein Wunder?
(J): Alles, was mich zum Wundern bringt!

Zur Korrekten Bande geht es hier entlang!

*) = seit ich den Steckbrief das erste Mal „gesetzt“ (also als PDF vor dem Schlusslektorat) gesehen habe, überlege ich, ob das mit der Sackgasse auch noch anders zu verstehen ist, zB psychisch, metaphorisch, … und was das dann über mich sagt.
Das war natürlich kein Grund für mich die Formulierung zu ändern, als das noch möglich war.

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Der Klimawandel ist keine Glaubensfrage.

Was wird passieren, wenn wir nichts gegen den Klimawandel tun?
Das kann sich keiner genau vorstellen, weil es von einer Vielzahl von Faktoren abhängt. Unsere schöne Erde wird allerdings die längste Zeit ein lebenswerter Ort gewesen sein.
Auf nüchterne Weise wird das im Artikel der ZEIT illustriert.

Das BildungsserverWiki hat außerdem einige gute Grafiken, die die Auswirkungen hier in Nordwesteuropa rund um die Nordsee verdeutlichen.

Der Klimawandel ist keine Glaubensfrage. Es bringt nichts, ihn zu leugnen.

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Frischer Wind für alte Boote

Ich liebe das Format der „Nordstorys“ des NDR, die nette Menschen, schönes Wetter, den Norden, Wissensgebiete, Landschaften, alte Handwerksberufe und vieles meer vorstellen. Oftmals ist es wie ein Kurzurlaub. Hier habe ich eine besondere Empfehlung für dich: Frischer Wind für alte Boote – Die Welt der Boddensegler von Ahrenshoop bis Zingst

Ich mag halt nicht nur, was dargestellt wird in den Nordstorys, sondern auch wie es gezeigt wird. Kamera, Ton, Recherche etc. leisten hervorragende Arbeit. Und wenn ich eines Tages alle angeschaut habe – fang ich von vorne an.

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heute-show vom 11.10.2019: Sinnlose Hartz-IV-Weiterbildungen

… geahnt hab ich es, aber ich hatte insgeheim gehofft, dass es nicht so ist. Mein Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit* kriegt Provision, wenn er mich in eine Maßnahme steckt, egal ob die mir was bringen wird oder nicht.
Wahrscheinlich kriegt meine SB im Jobcenter Provision, wenn sie mich so ätzend durchleuchtet (doch, echt: bis mir das Fleisch von den Knochen fällt), bis sie irgendwann herausfindet, dass ich „wie alle anderen“ das AAmt bescheiße.

(*= unterscheide: Agentur für Arbeit vermittelt Arbeitsstellen, Jobcenter zahlt Geld aus. Ich wäre für eine Umbenennung: Agentur für keine Jobs und Center für wenig Geld. Oder das Jobcenter in „Agentur für Geld“ umbenennen und die Agentur für Arbeit in „No-Job-Center“)

Nachlesen kannst du das alles auf der Seite der ZDF-Mediathek/Heute-Show und in nachfolgend eingebetteten Links.
Dem System Hartz4 kann man wohl nur mit einem sehr dicken Fell entkommen.
Oder mit Jesus. (Psalm 23: finsteres Tal und so)

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Vineyards Blumenwiese 2019

aus der Beschreibung für den Workshop, den ich bei der Blumenwiese (1.-3.11.2019 in Köln) anbiete:

Auf einer Art Tonpapier in allenfalls Postkartengröße wird etwas gemalt, gezeichnet, gestempelt, mit Ölkreiden, Wachsmalern, Buntstiften oder was so da ist (ich bringe ein Sortiment mit) und das malen wir nicht für uns selbst, sondern um es weiterzugeben, idealerweise an Menschen, die wir nicht kennen und die Gott uns zeigt. Die Botschaft kann dann einfach so übergeben werden, vielleicht erklärt, vielleicht sagt auch Gott der Person gleich schon, worum es geht.
„Ziel des Spiels“ ist, die Scheu vor prophetischen Botschaften abzulegen helfen und sich frei zu machen vom Druck, dass jede Botschaft auch super ankommen muss: wir sind nur die Überbringer, der Rest ist Gottes Job. Die Übung hilft auch, sich auf die sehr vielen Möglichkeiten einlassen zu können, mit denen Gott zu uns redet und wie er durch uns mit anderen in Kontakt treten will.

Zehn Frauen sind herzlich willkommen mitzumachen.

Ich freu mich auf euch!

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Der Artikel des Tages

Am 24. Januar 2019 hatte ich den Gedanken, dass es fein wäre, einen Artikel des Tages zu küren, ganz subjektiv, nur nach meinen Empfindungen und Vorlieben.
Ich nahm einen Link von der entsprechenden Seite, aber irgendwas kam dazwischen, der Beitrag wurde nicht veröffentlicht, sondern versauerte im Ordner für Entwürfe.
Heute las ich bei Frau Rausausderaffenfalle eine Kritik zum ARD-Film „Operation Zucker – Jagdgesellschaft“ und gleich war mir klar:

das ist der Artikel des Tages.

Im Entwürfe-Ordner fand ich den damals angefangenen Beitrag mit dem darin abgelegten Link, und rate! Er ist auch von ihr! Damals ging es um Nutte, Hure, Bordsteinschwalbe – Einblicke in das Geschäft mit Sex, die Reaktionen der Christen darauf und viele viele Zahlen rund ums Thema Prostitution.
Auch wenn meine Auswahl subjektiv ist, empfehle ich dir, die beiden Beiträge zu lesen und es dir auf der Zunge zergehen zu lassen, wie in unserem ordentlichen Wohlstands-Deutschländchen mit Menschen umgegangen wird.