Garten

Rosenhochtiefbeet

Man erinnere sich an das Rosenhochtiefbeet, das ich in einer heraufziehenden kalten Nacht um eine Rose herum schichtete. Bereits dort hatte ich ja den Plan gefasst, anstelle des Provisoriums „irgendwann“ einen dauerhaften und ordentlichen Kübel zu machen.
Das zeitlich nicht definierte „Irgendwann“ nahm einen außergewöhnlich zielstrebigen Verlauf. Über meine weitreichenden Kontakte konnte ich gut 20 Backsteine locker machen (neijen!, nicht aus einem bestehenden Gebäude!!), genug, um endlich mal den Kofferraum zu pflastern. Ich mag dieses warm-rote Bodengefühl, es erinnert mich an Urlaube an der Nordsee.

hast recht, das geht ordentlicher

Aus Gründen des Bremsweges habe ich sie schließlich aus dem Kofferraum genommen und angefangen, den Rosenkasten im Stein-Stilmix vorsichtig abzubrechen, damit die Herde der Schneeglöckchen nicht in Unruhe gerät. Schneeglöckchen sind nicht gern alleine, das merkst du sofort, wenn du welche siehst. Aber sie sind leicht in Aufruhr zu bringen, erschrick sie bitte nicht.

Hier ist der Kasten schon ferdsch. Ich wollte ihn ja zuerst wie seinen Vorgänger rund machen, aber dafür waren die Steine zu lang (bzw. es hätte ein sehr großer Kringel werden müssen und dafür hatte ich nicht genug Steine).
Ich hoffe, dass ich endlich auch den restlichen Topinambur erwischt habe!
Und die Brombeeren in diesem Beetabschnitt. Und die Brennnesseln! Und all die anderen, die schneller wachsen als ihre erwünschten Beetnachbarn.

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die treusorgende Tomate

Wenn eine Tomate etwas länger herumliegt als gut für sie ist, geht zumeist ihre Schale kaputt, sie wird matschig und gammelt. Manchmal bleibt die Schale aber ganz, kurz darauf bilden sich seltsame Pickel, hart und spitz und später grünlich.

Dann weißt du, dass sie mit ihrem Dasein als Frucht abgeschlossen hat und ihre Nährstoffe in eine neue Tomatengeneration investiert. Essen solltest du sie jetzt nicht mehr, die Tomate ist bekanntlich ein Nachtschattengewächs, dessen grüne Bestandteile giftig sind. Unter der Schale sieht es nun so aus:

Wenn du etwas tiefer sezierst, siehst du mehr:

Die Tomatenkinder sind schon „richtige“ Pflanzen, mit Blättern, Stiel und Wurzeln.

Um Schaden an den Pflänzchen zu vermeiden, zerlege die Tomatenmutter weiter und setze den Nachwuchs mitsamt den Kernen in ein Töpfchen mit Anzuchterde, sodass die Blätter und ein bisschen Stiel (etwa Blattlänge) noch herausschauen. Aus einer abgeschnittenen PET-Flasche, im Durchmesser etwas kleiner als der Topf, kannst du ihnen ein Mini-Gewächshaus bauen. Hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme sind jetzt sehr wichtig für sie. Gieße behutsam, damit sie nicht zu schnell aufwachsen und dann keinen festen Stängel mehr bilden können.

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Gartennotizen

  • energischer gegen Tomaten wehren.
  • Gewächshaus abmontieren. Die Bude ist kaputt, zwei Platten hängen lose im Alugestänge. Dachfenster wegen der Folie auf dem Dach (als Regensicherung) nicht mehr zu öffnen = Backofen mit Tageslicht.
  • Aus den Einzelteilen ein Foliengewächshaus an des Nachbars Schuppenrückwand bauen, Tiefe wie das Beet, Breite … ma kucken. Nachbar fragen wegen Befestigung.
  • Restliche Einzelteile bei ibäys kleinen Anzeigen verticken. Oder zum Altmetallhändler.
  • Rudbeckia in die Schranken weisen, mit Rhizomsperre oder Spaten
  • Freilandgurke Bidretta
  • kein Kohl mehr – die Raupen im Kohlrabi waren echt zu eklig
  • für Dreifelderwirtschaft dritte Kürbis/Kartoffelvariante ausdenken
  • an die Stelle vom Gewächshaus ein neues Hochbeet bauen
  • wieder Snackpaprika, sehr ertragreich! (die als einzige im Foliengewächshaus bleiben nach Anzucht all der anderen)
  • anständigen Gartenplan machen für Gartenhüter in der Urlaubszeit
  • bis Ende April Hochbeete ausleeren (Moos etc. in den Müll!), innen Karnickeldraht befestigen, darüber neues Vlies
  • richtige Lehren ziehen aus eins, zwei, drei Gartennotizen!
  • die meiste Lysimachia nummularia vom Hügel entfernen
  • die meiste Lysimachia punctata aus dem restlichen Garten entfernen
  • am Teichufer fertig werden
  • mit Bergenia und Carex weiterkommen

aber, stell dir vor, das Hortensienbeet ist neulich fertig geworden!

nächstes Jahr werden sie alle trotz grobem Rückschnitt begeistert Blätter machen und dunkelrosa bis blaulila Blüten, denn die Erde ist schön sauer, sie haben Dünger und viel Licht und werden gelobt für Fortschritte.
Sowas ist ja auch sehr wichtig

Garten

rosige Zeiten

Die Rose war schon vor mir im Garten. Sie kam als kleines Röslein in einem Blumentopf in den Haushalt der Grundstücksbesitzer und wuchs darin eine Weile herum, und weil der zu klein wurde, stellte man sie ans Beet, wo sie hin sollte – und vergaß das Einpflanzen, wie es manchmal so kommt. Irgendwann kippte ein Wind den Topf um,  und da wuchs sie anders weiter. Noch später wurde sie dann doch eingepflanzt, und vielleicht bekam sie einen Stab. Das ist lange her.

Im Frühjahr buddelte ich links und rechts und unter ihr herum, um die pflanzliche Raumforderung namens Topinambur loszuwerden, die darunter und drumherum wucherte. Im Sommer sägten die Nachbarn die Hecke ab, die ihr Windschutz geboten hatte. Resultat: sie kippte schon wieder um. Ich wollte sie aufrichten, aber erst den restlichen Topinambur entfernen. Der Sommer war heiß, im Herbst hatte ich fiese Depressionen, das Projekt kam ins Stocken.

Weil neulich ein erster Nachtfrost angekündigt war, baute ich ihr im letzten Tageslicht eines ausgefüllten Gartentages ein provisorisches Rosen-HochTief-Beet inklusive Gitter (wie sonst willst du das nennen?), um ihre Veredelungsstelle vor der Kälte zu schützen. Die Schneeglöckchen, die schon wegen dem Topinambur aus dem Beet gescheucht worden waren, setzte ich am nächsten Tag dekorativ oben drauf, nachdem ich die Trockenmauer noch um eine Runde erhöht hatte.

Es sieht jetzt gerade so aus, als würde aus dem Provisorium eine dauerhafte Einrichtung, da der Rosenbesitzerin diese Art von Kübel gut gefällt.
Wahrscheinlich werde ich aber bei nächster Gelegenheit alte Backsteine besorgen (Beziehungen, Beziehungen) und das Türmchen damit noch mal schichten. Die sehen erstens hübscher aus und zweitens kann ich die grauen Betonsteine besser für Beeteinfassungen und Rasenkanten nutzen.
Im Frühjahr werde ich die prachtvolle, dunkelrote (und recht stachelige) Gartenfreundin ein bisschen in Form bringen.

guggel ma: Veredelungsstelle (und warum das Dings vor Kälte schützen), Topinambur, Raumforderung, Trockenmauer 🙂

Blöömscher · Garten

Acanthus hungaricus

Wunderstaude-5

Die Pflanze aus meinem Profilbild ist der Acanthus hungaricus (auch: Balkan-Bärenklau).

Er steht seit langer Zeit in meinem Garten, aber niemand wusste seinen Namen – oder woher er gekommen war. Ich vermute per Luftfracht. Neulich habe ich aussagekräftige Fotos an einige Staudengärtnereien geschickt und die kannten diese eindrucksvolle Staude natürlich.

Sehr viel Wissenswertes kannst du hier nachlesen.

Vielleicht hast du ja auch so einen „Spezialfall“ im Garten, dessen Namen du nicht weißt? Schick mir doch mal ein paar Fotos … sobald ich die Kontaktseite fertiggestellt habe …