Heiße Liebe!

fließend.

Mein Klo war verstopft. Das geschieht selten, da außer meinen Verdauungsrückständen und Klopapier nichts hinein kommt, aber es gibt da diese Wasserspartaste, und die verleitet mich oft, genau das zu tun: Wasser zu sparen. Na ja, und dann ist irgendwann mehr Masse im Rohr als das wenige Wasser bewegen kann und dann bewegt sich halt nichts mehr.
Der erste Weg ist gründliches mehrfaches Abspülen, der zweite führt zum Rohrfrei und wenn das auch nicht zum gewünschten Ergebnis führt, frage ich den Vermieter um Hilfe. Ich besitze nämlich keinen Pümpel und die weiteren Schritte sind mir zu fies.
Aber der Mensch war nicht da und ich kippte über Nacht zwei weitere Portionen Rohrfrei ins Klo. Normalerweise löst das den Stau. Diesmal nicht. Ich-weiß-nicht-wieviel Wasser hatte ich schon durch den Kanal gejagt, das zwar abfloss, aber nur sehr langsam. Zu langsam.

Außerdem folgt dem einen Kaka irgendwann ein weiteres; was tun? Wenn das erste schon nicht geflutscht ist nach all dem Wasser und Rohrfrei, warum sollte das zweite irgendwas verbessern?
„Das einfachste wäre ja, wenn es durch den gesteigerten Druck abfließt“, sagte ich zu Jesus und spülte ab, ohne zu glauben, dass dieser – nach all den gescheiterten Versuchen! – höchst unwahrscheinliche Fall eintreten würde.
„Stimmt“, sagte er und schubste die Chose mit Gedankenübertragung an (ehrlich: er hat keine Hand angelegt und dem Wasser nichts befohlen, wie also sonst?), es kam Bewegung rein und das Rohr war frei.
Ich, baff: „Wie hast du das denn jetzt gemacht?“
Er: „Ich bin Handwerker, was wunderst du dich?“
Ich: „Ja, aber Zimmermann und kein Gas-Wasser-Scheiße!“
Er: „Ach wo. Die Übergänge zwischen den Gewerken sind fließend.“

Jajaja, ich weiß, dass ihm als Sohn Gottes alle Dinge möglich sind, und das sind sehr viele, wenn man mal anfängt, sie aufzuzählen. Aber wir wissen alle, dass Wissen was anderes ist als mit den praktischen Tatsachen konfrontiert zu sein.
Und apropos Tatsachen – in der Bibel ist er nach seinen Eigenschaften benannt. In Jesaja 7,14 wird er angekündigt als Immanuel, „Gott mit uns“, wenig später (Jesaja 9,5) heißt er

  • wunderbarer Ratgeber
  • starker Gott
  • ewiger Vater
  • Friedensfürst

Die Liste ist keineswegs überholt, aber aus meiner Sicht unvollständig. Weitere Namen lauten:

  • Lösungsvorbereiter
  • Möglichmacher
  • Sachen-Wiederfinder
  • Erinnerer
  • Augenblick-Nutzer
  • Immer-Zuhörer
  • Depressionen-Besieger
  • Tröster
  • Lebensretter
  • Sinnstifter
  • Wertschätzer
  • Liebster

Hast du auch noch ein paar Namen hinzuzufügen? Zögere nicht, teile sie mir mit. Ich erweitere die Liste umgehend.

Ermutigung

Machtspiele

Es ist wieder Saison für die sirrenden Biester, die harmlose Mitbürger hinterrücks überfallen und stechen und Juckreiz, Rötung, Schwellung und ärgerliche Gedanken über die gefallene Schöpfung hinterlassen.
Ein paar Nächte lang habe ich das hingenommen und über Fliegengitter an den Fenstern nachgedacht. Da ich aber selbstverständlich Blumenkästen habe und die gegossen werden wollen, sind diese Netze eher suboptimal. Man will das Dings ja solide befestigen, dann kann man nicht mehr gießen. Und Erdbeeren pflücken.
Ein paar weitere Nächte habe ich mit „Jesus, kannst du deinen Mücken bitte ausrichten, dass sie mich nicht stechen sollen?“ begonnen. (Wem sollten die Biester sonst gehören? Er hat sie erschaffen!)
Morgens stellte ich fest: Die Mücken haben sicher schon mal besser gehorcht.
Trotzdem bat ich ihn weiter um Hilfe. Vorgestern Abend fing Jesus sein übliches Machtspiel an. „Warum soll ich das den Mücken ausrichten? Das kannst du doch auch.“ Subtext: Vollmacht als Kind Gottes, Joh.5,19 usw, usf
Ich, tief seufzend: „Wie sollten sie auf mich hören, wenn sie dir schon nicht gehorchen?“ Weil er an diesem Punkt nicht zu Diskussionen taugt und ich die These „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ vertrete (du ahnst nicht, wie viele Ohren die Tiere, Pflanzen und Gegenstände haben können! klick, klick, klick), habe ich mein Abendgebet dahingehend geändert, dass ich die Mücken also selbst angesprochen habe.
Die Biester haben definitiv schon mal besser gehorcht!
Aber ich gebe nicht auf. Außerdem hat mich die Recherche zu den obigen Klicks so ermutigt, dass ich einfach weitermachen muss, weil ich ja weiß, dass es geht.
Und außerdem weiß ich wieder, wie lange er diese Machtspiele schon mit mir treibt, irgendwann muss es ja auch damit mal Fortschritte geben.

Heiße Liebe!

Meine Güte!

Am Mittwochmorgen turnte ich meine Frühgymnastik, wie ich es fast immer tue, während der Tee zieht. (Es ist Kräutertee, und er zieht 10 Minuten, das ist beim Turnen nicht viel. Ich denk mir aber, lieber täglich zehn Minuten konzentriert die Wirbel ordnen als einmal ne hochmotivierte halbe Stunde und am nächsten Tag Muskelkater und dann keine Lust mehr.)
Es war dieser extrem heiße Tag mit den über 80% Luftfeuchtigkeit, und ich hatte von der Nacht noch alle Fenster auf, was übrigens Ausblicke in drei Himmelsrichtungen gewährt.
Ich turnte und ein kühles Lüftchen strich über mich hinweg. Verschwitzt und gerädert von der nächtlichen Hitze kommentierte ich: „Oh, ein kühles Lüftchen! Meine Güte!“
Und anderthalb Sekunden später (grob geschätzt) ging mir auf:

„Nein, nicht meine Güte! Deine Güte!“

Seitdem fällt mir auf, wie oft ich „meine Güte“ sage oder schnaube oder sonstwie äußere. Ziemlich oft. Und jedes Mal sage ich dann „Deine Güte!“
Das gibt ein gutes Gefühl, du solltest es auch mal ausprobieren.

Alles in meinem Leben
basiert
auf seinen Special Effects
Gnade und Güte.

Heiße Liebe!

ach, ihr Fleißigen.

6.3., Mamaabba informiert: I just called to say I love you. (Fein. Les ich später.)
7.3., Veronika Smoor informiert: Der düstere Schwarzwald und das bunte Freiburg. (guck an, in Freiburg war der Bruder auch gerade noch.)
13.3., Veronika Smoor informiert: Ja-Tag! (Moment … sie hat doch erst gestern…? Nicht ganz. Sie schreibt im Wochenabstand.)
13.3., Mammaabba informiert: Bettina – „Rausausderaffenfalle“
13.3., himmlisch geerdet informiert: Fokussiert!? (äh, fokussiert … was ist das?)

Ihr Lieben schreibt alle so fleißig und bei mir gibts seit Wochen nur Konserven und Aufgewärmtes und ich komm nicht mal dazu, bei euch zu lesen! … Aber das wird besser. Den Veröffentlichungsabstand einiger Jahre im alten Vorgarten (jeden Tag ein Text – einer!) werd ich nicht mehr einführen, aber ich merke, dass es aufwärts geht; dass die Depressionen ihre Macht über meinen Alltag verlieren.

Weil mich die Überschrift von Mammaabba vom 6.3. so an eine Begegnung mit Gott erinnert, erzähl ich dir diese Geschichte. Die ist schon ziemlich alt, aber nicht aufgewärmt: sie kommt heute frisch auf den Tisch – nachdem ich sicher fünf Minuten am Passwort und der zugehörigen Emailadresse gewerkelt und gewürgt habe, um zielführende Stichwörter in meinen alten Vorgarten eingeben zu können, ob ich schon mal darüber geschrieben habe – und feststellte, dass das nicht so ist! Warum will dieser Bloggerpenner auf einmal mein Passwort wissen, er kennt mich doch seit August 2007!?!

Have I told you lately that I love you?

Dieses Lied verträgt bei mir nur eine einzige Stimme: das rostige Reibeisen von Rod Stewart. Hier habe ich eine mittlerweile recht antike Version aufgestöbert, ab und an eine charmante Nuance am richtigen Ton vorbei (wer ist schon perfekt) und versetzt mit portugiesischen Untertiteln.

Das kam so … Ich war gerade mal wieder am Umziehen und renovierte in der völlig versifften Bude vor mich hin und diverse Menschen, die versprochen hatten zu helfen, sagten einer nach dem anderen ab. Ich war so sauer! Warum sagen sie zu, wenn sie dann keine Zeit/keinen Bock/keinen Babysitter oder weißderGeier was sonst haben oder nicht haben?!
Und dann, im Radio, ohne Ankündigung, meldet sich der Högschde zu Wort. Spielt dieses Lied für mich.
NUR für mich.
.
Alles auf Null.
Emotionen rausgelassen. Ihm den ganzen Rotz ausgebreitet. Wie verletzt ich bin. Wie sehr es mich stört, dass ich spontan mithelfe, wenn noch ne Hand gebraucht wird, aber die anderen sich nicht ein bisschen mehr Mühe geben können oder lieber nicht erst zu- und dann absagen sollen, sondern es vielleicht andersrum regeln können, erst absagen und später motiviert auf der Matte stehen. Und so weiter und so fort.
Gibst du mir den Frust, hat er gefragt. Ja, hab ich gesagt.
Er hat seinen Sohn angerufen und herbeordert. Der ist im Erstberuf Handwerker gewesen. Und wir haben gemeinsam Tapeten gezupft und Fußleisten geschrubbt und beschlossen, dass die nächste Wohnung a) keine Raucherwohnung sein solle und b) gerne frisch renoviert sein könne.
Genauso ist es dann gekommen beim bisher letzten Umzug.

Heiße Liebe!

suche den Frieden und rufe mich an

Jesus wollte sich in meinem 2019 nicht auf die offizielle Jahreslosung beschränken („Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34,15) und so hab ich zusätzlich diesen Vers aus Jeremia 33,3 bekommen:

Als ich ihn neulich bei wottsäpp in die Statusmeldungen setzte, lästerte G.: „Gefährlich, jetzt rufen dich alle an“, aber es ließ sich aushalten.
Wenn du wissen willst, welche Dinge er mir schon verkündet hat – ich weiß es nicht. Da diese Dinge ja unbegreiflich sind, erkenne ich sie wahrscheinlich erst rückblickend. (da bin ich fein raus, he)
Allerdings bin ich schon ein bisschen aufgeregt, welche seiner Geheimnisse er mir anvertrauen will.