Blöömscher

ornamental voll daneben

ja, man kann gestalterische Mittel bei der Pflege von Grünflächen anwenden und damit schöne Ornamente schaffen. Aber besser nicht mit Rasendünger in einer öffentlichen Grünanlage, die noch dazu zu einer Landesgartenschau gehört. Peinlich.

Deswegen ist es so wichtig, Dünger (ebenso Kalk, Blumenwiesen- oder Rasensamen, …) gleichmäßig zu werfen. Das fängt schon damit an, wie ich die Hand halte und meinen Arm bewege.
Oder halt doch ein Streuwägelchen verwende.

kurioses

wenn ich …

wenn ich groß bin, sage ich gerne, mache ich diesen oder jenen Job und werde damit reich und berühmt. Welcher dieser Job ist, wechselt oft und entscheidet sich meist spontan und nach Begeisterung.
Jetzt habe ich endlich den richtigen Beruf gefunden. Ich werd

Sachverständiger.

Immerhin bin ich in vielen Sachen verständig und werde oft und gerne von anderen Menschen gefragt, wie man ein Hochbeet baut, welcher Burgherr Warburg (Kreis Höxter) gegründet hat und wann, was diese Kästen dort an der Scheunenwand sind, wie viele Arten von Reihern hier leben, was das Aufblinken der lilla Warnleuchte im Auto bedeutet, ob die Bauernrose im eigenen Garten gedeiht (wie sieht die denn aus? Bauernrose ist kein botanischer Name), ob man die Schleuse hier überqueren darf, wo das Grab von der Frau Olvenstedt ist, ob die Beeren giftig sind, was man mit der Moossammlung hinterm Haus machen kann, damit sie wieder ein Rasen wird und wo man bei Firma K. das gewünschte Gut findet, einfach weil ich so kompetent aussehe.
Auf alle diese Fragen antworte ich nach bestem Wissen und Gewissen (teilweise auch mit Absagen: bin ich Kfz-Mechaniker? Frag doch bitte jemanden, der sich damit auskennt!) und danach wenden sich alle Menschen gerne wieder an mich, die Beratung war wohl gut.

kurioses

wenn ich …

wenn ich mich als Schneiderin selbstständig machen wollen würde, würde ich natürlich einen eigenen Stil entwickeln und eine Modelinie entwerfen, wie das immer so schick heißt. Die hauptsächlich verwendeten Farben würden sich auf dem Farbkreis zwischen bläulichem lila und grünlichem Gelb befinden. Mein Label würde

Kaspers Frau

heißen, denn die Redewendung besagt bekanntermaßen: „grün und blau trägt Kaspers Frau“. Warum dabei die Konnotation negativ ist – und wie Kasper zu einer Frau mit so erlesenen Geschmack kommt, weiß ich nicht. Die Frau ist jedenfalls für ihre Farbwahl zu beglückwünschen.

Lesestoff

der Monat, der sechs Wochen dauerte

Das klingt fast wie eine dieser Geschichten, die seit einiger Zeit zuhauf auf dem Buchmarkt zu finden sind. Wie zum Beispiel: Die Analphabetin, die auf den Baum stieg und verschwand (eine hastige Zusammenfassung).
Es ist aber keine Geschichte, eher ein Schuldeingeständnis.

Beim Schreiben eines längeren belletristischen Textes ist das Anlegen eines Kalenders fast unerlässlich. Seit dem ungefähr dritten oder vierten Schreibprojekt beherzige ich das, meist sogar zu einem recht frühen Zeitpunkt. Man verliert sonst einfach zu schnell den Überblick, vor allem, wenn in der Geschichte mehr als drei oder vier Personen mitmischen.
Tzja, und dieser Monat mit den sechs Wochen?
Der ist mir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passiert.
Nun muss ich zusehen, dass ich da wieder Ordnung hineinbekomme, möglichst ohne allzu viel Text zu opfern.
Es hat Ähnlichkeiten mit dem Bau eines Dudelsacks, wo man ja auch eine Ziege nimmt, die Ziege aus ihr herausholt, etc. etc. So nehme ich meinen Monat, schüttele alle Ereignisse aus den Wochen in eine Kiste und sehe zu, dass ich sie sinnvoll unterbringe.
In solchen Momenten frag ich mich oft, ob ich sie eigentlich noch alle hab.

kurioses

wenn ich …

wenn ich ein Restaurant gründen würden wöllte, würde es da Burger geben, alles bio und fair und so, mit Vollkornbrötchen und rechts drehendem Joghurt und fair gehandeltem Tee, Kaffee, Kakao. Und nennen würde ich das Restaurant

Burgerbegehren

oder „Burgerinitiative“, da bin ich noch nicht sicher. Aber das hat ja auch noch etwas Zeit, da ich im Moment gerade kein Restaurant gründen möchte.

alles, was nirgends sonst reinpasst

Unter den Linden

Dieser Mensch hat vermutlich nicht auf der Berliner Prachtstraße gleichen Namens geparkt, sondern unter anderen Linden.

Mein Gefährt verweilt auch oft unter so einem erst summenden und klebenden, später Früchte und dann Blätter (und ganzjährig Vogelkaka) verlierenden Baum, besonders, wenn die Nachbarn alle linden-freien Parkplätze schon vor mir besetzt genommen haben. Ich möchte aber betonen, dass mein Autochen nie so dreckig ist wie dieser fahrende Komposthaufen.