kurioses

wenn ich …

wenn ich ein Restaurant gründen würden wöllte, würde es da Burger geben, alles bio und fair und so, mit Vollkornbrötchen und rechts drehendem Joghurt und fair gehandeltem Tee, Kaffee, Kakao. Und nennen würde ich das Restaurant

Burgerbegehren

oder „Burgerinitiative“, da bin ich noch nicht sicher. Aber das hat ja auch noch etwas Zeit, da ich im Moment gerade kein Restaurant gründen möchte.

alles, was nirgends sonst reinpasst

Unter den Linden

Dieser Mensch hat vermutlich nicht auf der Berliner Prachtstraße gleichen Namens geparkt, sondern unter anderen Linden.

Mein Gefährt verweilt auch oft unter so einem erst summenden und klebenden, später Früchte und dann Blätter (und ganzjährig Vogelkaka) verlierenden Baum, besonders, wenn die Nachbarn alle linden-freien Parkplätze schon vor mir besetzt genommen haben. Ich möchte aber betonen, dass mein Autochen nie so dreckig ist wie dieser fahrende Komposthaufen.

Garten

Gartennotizen

  • energischer gegen Tomaten wehren.
  • Gewächshaus abmontieren. Die Bude ist kaputt, zwei Platten hängen lose im Alugestänge. Dachfenster wegen der Folie auf dem Dach (als Regensicherung) nicht mehr zu öffnen = Backofen mit Tageslicht.
  • Aus den Einzelteilen ein Foliengewächshaus an des Nachbars Schuppenrückwand bauen, Tiefe wie das Beet, Breite … ma kucken. Nachbar fragen wegen Befestigung.
  • Restliche Einzelteile bei ibäys kleinen Anzeigen verticken. Oder zum Altmetallhändler.
  • Rudbeckia in die Schranken weisen, mit Rhizomsperre oder Spaten
  • Freilandgurke Bidretta
  • kein Kohl mehr – die Raupen im Kohlrabi waren echt zu eklig
  • für Dreifelderwirtschaft dritte Kürbis/Kartoffelvariante ausdenken
  • an die Stelle vom Gewächshaus ein neues Hochbeet bauen
  • wieder Snackpaprika, sehr ertragreich! (die als einzige im Foliengewächshaus bleiben nach Anzucht all der anderen)
  • anständigen Gartenplan machen für Gartenhüter in der Urlaubszeit
  • bis Ende April Hochbeete ausleeren (Moos etc. in den Müll!), innen Karnickeldraht befestigen, darüber neues Vlies
  • richtige Lehren ziehen aus eins, zwei, drei Gartennotizen!
  • die meiste Lysimachia nummularia vom Hügel entfernen
  • die meiste Lysimachia punctata aus dem restlichen Garten entfernen
  • am Teichufer fertig werden
  • mit Bergenia und Carex weiterkommen

aber, stell dir vor, das Hortensienbeet ist neulich fertig geworden!

nächstes Jahr werden sie alle trotz grobem Rückschnitt begeistert Blätter machen und dunkelrosa bis blaulila Blüten, denn die Erde ist schön sauer, sie haben Dünger und viel Licht und werden gelobt für Fortschritte.
Sowas ist ja auch sehr wichtig

Blöömscher

die kleine Zimmergärtnerei

Schon lange mussten meine beiden alten Clivien (Mutter und Tochter, aber ich kann nicht mehr bestimmen, wer älter ist) mal umgetopft werden. Allerdings hatte ich keine Lust, einen noch größeren Bottich zu besorgen, irgendwann steht meine Wohnung voller schwerer Blumenkübel und was, wenn ich noch mal umziehe oder die Pflanzen kaputt gehen? Wer soll die dann runter tragen?
Irgendwann aber drängelten die Clivien derart, dass es zu eng sei im Topf (warum hatten sie dann noch fünf Kindel gemacht, das weiß eine Pflanze doch? selbst schuld), dass ich dem Gejammer nachgab. Ich habe drei Yucca, ebenfalls DNA-gleich, in einem recht großen Kübel und hatte gehört, dass die Palmen gerne eng zusammen stehen. Was lag näher als die beiden Töpfe zu tauschen?
Da siehst du die grünen Mitbewohner im noch sauberen Wohnzimmer.

Zuerst nehme ich eine Menge Erde aus dem viereckigen Kübel. Das geht ganz gut, da ich die Yucca eine Weile nicht gegossen habe. Dann ein kräftiger Ruck – ähm, wie halte ich mit zwei Händen drei Palmen fest? Ziemlich viel Erde landet auf dem Boden, bevor ich sie da raus habe. Die Wurzeln haben sich zu einem Geflecht verbunden, trotzdem kippt ständig die eine um, die ich gerade nicht festhalte. Natürlich passen sie nicht in den extra bereitgestellten Eimer! Und nein, sie wollen auch nicht ohne Topf stehen bleiben!
Hingegen ist die Clivie kaum aus ihrem Topf zu bekommen, obwohl keine Wurzel unten raus gewachsen ist. Dafür fällt nur wenig Erde auf den Boden (Kunststück, es ist kaum noch welche drin) und sie steht alleine.

Jetzt, wo die Töpfe leer sind, habe ich doch Zweifel an meinem Plan. Der viereckige ist sehr viel größer und der runde für drei Yuccas recht eng. Aber den ganzen Dreck umsonst im Wohnzimmer verteilt haben? Niemals! Weiter im Plan.
Ich versuche die drei jüngsten Clivienkindel mit Wurzeln zu entfernen, um Freunde mit neuen Zimmerpflanzen zu beglücken, aber keine mag sich von den zwei großen und zwei etwas kleineren trennen. Also mache ich kurzen Prozess (mit dem Messer). Ich hoffe, da wächst nicht sofort was nach. Mengenweise Erde schütte ich in den neuen Kübel, richte die Clivie aus, ziehe sie höher, damit Erde auch unter den Wurzelballen gelangt, korrigiere rundum den Abstand zur Kübelwand, noch mehr Erde, noch mehr und noch mehr. Endlich ist der Bottich voll und die Cliviengesellschaft steht stolz im neuen Domizil.

Nun zur Yucca. Sie verweigert sich nicht nur dem oben erwähnten Eimer, sondern auch dem neuen Topf. Ich schneide alte Wurzeln ab, bis sie rein passt. Erde drunter, Erde drüber – he, wieso ist jetzt die Erde alle? Wie kann das gehen? Die Menge und Größe der Töpfe sowie die der Pflanzen ist doch gleich geblieben!

Ein in Griffweite liegender Draht und ein dicker Stein halten die Palmen in Position. Ich gehe in den Keller, um den halbvollen Sack Blumenerde zu holen, der da steht, seit ich im Mai den Kübel vorm Haus gefüllt habe. Gut, dass ich ihn nicht in den Garten mitgenommen habe!
So kommt die Yucca zu einem sehr seltenen Genuss: frische Blumenerde! Sonst kriegt sie immer nur die Reste, wenn ich zB eine Pflanzschale geschenkt bekomme und die Blümelein als erste Amtshandlung in separate Töpfchen setze (diese Floristen, ein Pack! sie achten nicht auf die Bedürfnisse der Pflanzen, sondern kombinieren sie nach Blütenfarbe oder anderen Kriterien). Genauso habe ich auch schon viel Erde entnommen, wenn eine Pflanze mal Bedarf hat.

Nun stehen sie beide wieder glücklich in meiner Wohnung rum.

Sauber gemacht hab ich inzwischen auch.