alles, was nirgends sonst reinpasst

ein fantastischer Jahrgang

Was haben der BVB und meine Omma gemeinsam? Sie stammen beide aus dem Jahr 1909. Der BVB wurde am 19.12.1909 gegründet und meine Omma vier Tage später, am 23.12.1909. Na ja, gegründet wurde sie ca. neun Monate zuvor – sie betrat die Bühne des Lebens.
Den BVB gibt es zum Glück noch, und bei meiner Omma würde ich das Glück andersrum definieren: zum Glück lebt sie nicht mehr. Sie wäre ja heute 110 geworden.
Allerdings kannte ich sie schon, als ich noch nichts vom Fußball wusste, und sie ist mir zeitlebens wichtiger gewesen als diese angeblich schönste Nebensache der Welt.


alles, was nirgends sonst reinpasst

Steckbrief aus Korrekte Bande 5/2019

Im aktuellen Steckbrief, einer der beliebten Rubriken der Korrekten Bande, stellt sich eine gewisse Julia (43) von den Jesus Freaks Remscheid vor.
Das bin ich.

(Richtig, das Foto kennst du schon.)

Korrekte Bande (kb): Warum bist du bei den Freaks?
Julia (J): ‚cause I don’t know where else to go …‘
(kb): Wie hast du in letzter Zeit Gottes Reden erlebt?
(J): Meistens in der Natur.
(kb): Was war der beste Augenblick deines Lebens?
(J): Liebezeit, ich bin 43, wie soll ich mich da auf einen festlegen?
(kb): Was bedeutet Schönheit für dich?
(J): Die Schöpfung.
(kb): Wie möchtest du am liebsten sterben?
(J): Alt und lebenssatt. Und dann bitte recht fix.
(kb): Was wolltest du schon immer mal machen?
(J): Fliegen können wie ein Greifvogel. Und Landschaftsmalerei lernen. Und eine Kanutour durch die Mecklenburger Seenplatte.
(kb): Was macht dich traurig?
(J): Elend und Armut und schlechte Verhältnisse.
(kb): Wie hältst du es mit der Politik?
(J): Ich halt mich da raus.
(kb): Skizziere deine Gedanken, als du das erste Mal in einem Freak-Gottesdienst warst!
(J): Ich hatte ein bisschen Angst vor all den wild aussehenden Typen.
(kb): Wo würdest du wohnen, wenn du das komplett frei entscheiden könntest?
(J): Am hinteren Ende einer Sackgasse. *)
(kb): Was würdest du Jesus fragen, wenn du dereinst vor ihm stehst?
(J): Ob er mit mir zum Strand geht.
(kb): Was ist deine Vision für dein Leben?
(J): Ich bin des Höchsten Freundin, der Rest klärt sich dann.
(kb): Was ist für dich ein Wunder?
(J): Alles, was mich zum Wundern bringt!

Zur Korrekten Bande geht es hier entlang!

*) = seit ich den Steckbrief das erste Mal „gesetzt“ (also als PDF vor dem Schlusslektorat) gesehen habe, überlege ich, ob das mit der Sackgasse auch noch anders zu verstehen ist, zB psychisch, metaphorisch, … und was das dann über mich sagt.
Das war natürlich kein Grund für mich die Formulierung zu ändern, als das noch möglich war.

kurioses

wenn ich …

wenn ich mich mit einer Wäscherei mit Bügelservice selbstständig machen wollen würde, würde ich das Gschäft natürlich

Mangelwirtschaft

nennen. Säumige Kunden (oder andere personae non grata*) würde ich in Mangelhaft nehmen und im Keller des Gebäudes oder in ein paar fensterlosen Räumen unterbringen, wo sie ihre Schulden abarbeiten könnten.
Damit wäre die geschäftliche Existenz jedenfalls gesichert, da ich mit dem heißen Eisen eher Mängelexemplare produziere.

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* = wenn das die falsche Vermehrungsform ist – sei gnädig mit mir, in meinem gallischen Latinum kamen derartige Feinheiten nicht vor. Da hab ich stattdessen sub specie aeternitatis gelernt und timeo danaos et dona ferentes (und viele andere hilfreiche Dinge). Sowas kann man ja immer wieder sinnvoll einbringen.

kurioses

wenn ich …

wenn ich eines Tages eine Band gründen wollen würde, gäb es eine Bigband oder Ska (oder Balkanbeats – immerhin beginnt hier in Lennep die Balkantrasse) mit Blaskapelle und allem Zipp und Zapp. Mindestens ein Bandmitglied müsste aus Barmen kommen, idealerweise ein Trompeter, da ich das Instrument nicht selbst beherrsche. Die Band würde ich

Engelstrompete

nennen, wobei es kein Ausschlusskriterium wäre, wenn der Trompeter nicht Friedrich mit Vornamen heißen würde.
Unsere erste Tournee würde uns nach Bremen, vielleicht Stuttgart und Augsburg, sicher nach Berlin, Köln, Manchester (dort nach Chorlton-on-Medlock), London, Leeds, Paris und viele andere interessante Orte bringen.
Wir würden reich und berühmt und na-tür-lich unsere geografische und soziale Herkunft nie vergessen.

Auf all diese Dinge bin ich nur gekommen, weil ich über die Engelstrompete nachgedacht habe.
Direkt nachvollziehbar, oder? Ich mag Engel, Engelist bin ich nicht.

alles, was nirgends sonst reinpasst

Frischer Wind für alte Boote

Ich liebe das Format der „Nordstorys“ des NDR, die nette Menschen, schönes Wetter, den Norden, Wissensgebiete, Landschaften, alte Handwerksberufe und vieles meer vorstellen. Oftmals ist es wie ein Kurzurlaub. Hier habe ich eine besondere Empfehlung für dich: Frischer Wind für alte Boote – Die Welt der Boddensegler von Ahrenshoop bis Zingst

Ich mag halt nicht nur, was dargestellt wird in den Nordstorys, sondern auch wie es gezeigt wird. Kamera, Ton, Recherche etc. leisten hervorragende Arbeit. Und wenn ich eines Tages alle angeschaut habe – fang ich von vorne an.

aufgewärmt

Der Charme des Fehlerhaften

Na-tür-lich ist das kein aktuelles Foto. Mein Garten ist (ebenso wie dieser Vorgarten) etwas ganz besonderes, aber wir schwingen bevorzugt mit den Jahreszeiten. Außerdem wollen zwar alle Menschen von nah und fern der Vorgärtnerin echten Garten sehen, aber ich habe noch keine dreisprachigen Hinweisschilder aufstellen müssen.
Das Foto hab ich Sommer 2012 in Venlo auf der Floriade geknipst. Ich durchforstete meine Fotoarchive nach was anderem und fand wie so oft hübsche Dinge, aber nicht, was ich suchte.


In anderen Jahren gab es Deutsche Einheit am Tag derselben. Oder ebenfalls was anderes. Eine Zusammenfassung aus zwölf Jahren Blogologie:
Liebesbekenntnis
Frage zum Tage IX
Nanu . . . .
voll die krasse Feierei hier, ey!
Eingang einer Beschwerde
das ist Gott niemals:
Versmaß braucht doch kein Mensch*
Feiertagsdefinition
Tag der Deutschen Einheit 2015
Erntedank verdirbt nicht
Seid gegrüßt (inklusive schöner Anregungen, den Herbscht zu feiern)

Manche Beiträge sind vom Tag vor oder dem nach dem 3.10., je nach dem, wie es sich so ergab. Bloß im Oktober 2018 wurde im alten Vorgarten gar nichts serviert, depressive Umstände und wordpressive Umzüge verhinderten es.
* diese Feiertagsgestaltung gefällt mir gerade am besten.