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Tempolimit auf dem Meer

Wir Menschen lernen zum Glück immer mehr über unsere Umwelt und wie wir sie besser schützen können. Dabei wurde auch festgestellt, dass sehr viele Wale unbemerkt sterben, weil sie von Schiffen gerammt werden und ihre toten Körper zum Meeresgrund sinken. Würden sie an Küsten angespült, wären wir sicher viel eher drauf gekommen, dass große Schiffe gefährlich für sie sind.

Die (humoristisch angehauchte) Idee für diese unvollkommenen Verkehrsschilder kam mir, nachdem ich den Film angeschaut hatte.

denk dir: dies ist ein Screenshot!
Rechte am Wal, Rechte am Knoten,
rechtliche Reste bei mir

Wahrscheinlich ist das keine geeignete Schilderkombi für ein Tempolimit für den Walweg kreuzende Schiffe – vor allem nehme ich ja an, dass die Geschwindigkeit „Knoten“ anders dargestellt wird als so. Und wo sollte das Schild stehen, auf einer Boje? Vermutlich haben Leute, die mehr in die Thematik involviert sind als ich, andere Möglichkeiten zur Hand.
Bis dahin hoffe ich, dass Gebiete für Wale und solche für Schiffe eingerichtet werden, ohne dass es Streit darum gibt. Das sollte ja mal zu schaffen sein.

Und wo wir gerade beim Thema Wale sind und du kürzlich schon das Filmchen gesehen hast, wie Wölfe Flüsse ändern können – schau dir doch noch an, wie Wale das Klima ändern können!

Mir bleibt bei solchen Filmen nur, ehrfürchtig staunen, wie umfassend zusammenhängend und immer wieder neu-belebend Gott die Welt geschaffen hat. Es stimmt mich traurig, wie wenig wir davon begriffen haben – und wie viel schon zerstört ist.

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Serengeti in NL (oder: die Natur mal machen lassen)

Diesen Artikel habe ich vor einigen Jahren angefangen, als ich das Video über die Füchse in Oostvaardersplassen fand; er passt nun gut zu der Angelegenheit mit der Rudelbildung.

Oostvaardersplassen ist ein Polder (eingedeichtes Stück Land) der künstlichen Insel Flevoland und liegt am südlichen IJsselmeer/Niederlande. Lies den Artikel in der Wikipedia, er ist zugleich kurz und ausführlich, so schön hätte ich das nicht hingekriegt. Wenn die dortigen Infos deinen Wissensdurst erst richtig angefacht haben (eine Entwicklung, die ich begrüße), so lege deine Scheu ab und forsche dich durchs Internetz.

Die Gründer des Naturschutzgebietes Oostvaardersplassen hängen der Idee an, dass die Natur sich selbst reguliert. Die im Wikipedia-Artikel erwähnten Füchse, die im Polder leben, sind das beste Beispiel dafür. Ohne Zutun des Menschen sind sie auf das Gelände gelangt (ein Fuchs findet immer einen Weg) und stellen inzwischen eine stabile Population, wie du dem folgenden Film entnehmen kannst.

deutsche Jagdzeitung TV

Viele Menschen – so auch ich – erwarten jetzt gespannt die Ankunft des ersten Wolfs in Oostvaardersplassen (ein Wolf findet immer einen Weg). Und es kann gar nicht mehr lange dauern, in „Wolfsetappen“ gerechnet sind sie schon ganz in der Nähe, nämlich am Niederrhein sowie zwischen Osnabrück und Bremen.

Bearbeiteter Screenshot, ursprüngliche Rechte bei Herrn Guggel:
der Weg, den der Wolf nach meinem bescheidenen Wissen nehmen könnte

Wichtig wäre dann noch ein weiterer Wolf – einer vom anderen Geschlecht – sodass Canis Lupus Lupus eine Familie beginnen kann. Was wird dann geschehen? Wie viele Wölfe braucht der Polder, und wie viele sind zu viele? Und wie ändert das Auftreten der Wölfe das Naturschutzgebiet?*)
Ob die sog. Tierschützer mit ihrer oftmals wunderlichen Logik ertragen können, dass ein „böser“ Wolf ein „süßes“ Fohlen auffrisst? Nichts gegen Tierschützer! Aber es gab da mal eine Begebenheit im Berliner Zoo mit einem süßen kleinen Eisbär und zehn Karpfen … die mich am Verstand einiger dieser Tierschützer zweifeln ließ. Die Sympathien wechseln mitunter rasant.

*) wenn du wissen willst, was ich damit meine, schau dir an, wie ein paar Dutzend Wölfe den Yellowstone-Nationalpark verändert haben.