alles, was nirgends sonst reinpasst

Schmiede ohne Grenzen/Equiwent

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Schmiede ohne Grenzen/Equiwent aufmerksam geworden bin, wahrscheinlich bei einem der nächtlichen Streifzüge durch Youtubes Filmarchiv.
Das war der erste Film, den ich von ihnen gesehen habe:

Ich bin kein großer Tierfreund und vertrete für mich die These, dass ich keinem Tier Essen kaufen kann, solange es noch hungernde Kinder in der Welt gibt. Bei ihren Rettungsmaßnahmen für die Arbeitspferde in Ostrumänien sind die Schmiede und Tierärzte von Equiwent irgendwann an einem ganz ähnlichen Punkt angekommen: Sie konnten nicht länger am Elend der Menschen vorbei gehen, um ihren Tieren ein besseres Leben zu geben.
Sie haben ein Humanprojekt ins Leben gerufen, das es Kindern ermöglicht, in die Schule zu gehen, satt, mit ordentlicher Kleidung, das Familien ein Dach überm Kopf und eine wirtschaftliche Existenz gibt, das sich um ärztliche Versorgung kümmert und inzwischen mit seinen Sozialarbeitern viele Aufgaben des rumänischen Staats übernimmt.
Und das hat mein Herz berührt.
Equiwent ist keine christliche oder politische Organisation; die Leute sehen die Not und krempeln die Ärmel hoch und packen an. Natürlich wird nicht nur praktische Hilfe gebraucht, die finanzielle Unterstützung ist genauso wichtig. Mit meiner kleinen monatlichen Summe bin ich Förderer des Humanprojekts geworden. Ich habe nicht viel Geld, aber im Vergleich zu der extremen Armut am südöstlichen Rand unserer EU (oh ja, Rumänien ist seit 2007 EU-Mitglied!) lebe ich in absolutem Luxus. Wie könnte ich nicht einen Teil davon abgeben, wenn mit diesem kleinen Teil so viel getan werden kann?

Schau bitte in dein Herz und auf dein Konto. Und dann, im besten Fall, handle.

Nähere Infos zu Equiwent:
der Youtube-Kanal von Gründer Markus Raabe
die Homepage und die Zusammenfassung eines Tages im Leben des Hufschmieds

Heiße Liebe!

fließend.

Mein Klo war verstopft. Das geschieht selten, da außer meinen Verdauungsrückständen und Klopapier nichts hinein kommt, aber es gibt da diese Wasserspartaste, und die verleitet mich oft, genau das zu tun: Wasser zu sparen. Na ja, und dann ist irgendwann mehr Masse im Rohr als das wenige Wasser bewegen kann und dann bewegt sich halt nichts mehr.
Der erste Weg ist gründliches mehrfaches Abspülen, der zweite führt zum Rohrfrei und wenn das auch nicht zum gewünschten Ergebnis führt, frage ich den Vermieter um Hilfe. Ich besitze nämlich keinen Pümpel und die weiteren Schritte sind mir zu fies.
Aber der Mensch war nicht da und ich kippte über Nacht eine weitere, doppelte Portion Rohrfrei ins Rohr. Normalerweise löst das den Stau. Diesmal nicht. Ich-weiß-nicht-wieviel Wasser hatte ich schon durch den Kanal gejagt, das zwar abfloss, aber nur sehr langsam. Zu langsam.

Außerdem folgt dem einen Kaka irgendwann ein weiteres; was tun? Wenn das erste schon nicht geflutscht ist nach all dem Wasser und Rohrfrei, warum sollte das zweite irgendwas verbessern?
„Das einfachste wäre ja, wenn es durch den gesteigerten Druck abfließt“, sagte ich zu Jesus und spülte ab, ohne zu glauben, dass dieser – nach all den gescheiterten Versuchen! – höchst unwahrscheinliche Fall eintreten würde.
„Stimmt“, sagte er und schubste die Chose mit Gedankenübertragung an (ehrlich: er hat keine Hand angelegt und dem Wasser nichts befohlen, wie also sonst?), es kam Bewegung rein und das Rohr war frei.
Ich, baff: „Wie hast du das denn jetzt gemacht?“
Er: „Ich bin Handwerker, was wunderst du dich?“
Ich: „Ja, aber Zimmermann und kein Gas-Wasser-Scheiße!“
Er, schmunzelnd: „Ach wo. Die Übergänge zwischen den Gewerken sind fließend.“

Jajaja, ich weiß, dass ihm als Sohn Gottes alle Dinge möglich sind, und das sind sehr viele, wenn man mal anfängt, sie aufzuzählen. Aber wir wissen alle, dass Wissen was anderes ist als mit den praktischen Tatsachen konfrontiert zu sein.
Und apropos Tatsachen – in der Bibel ist er nach seinen Eigenschaften benannt. In Jesaja 7,14 wird er angekündigt als Immanuel, „Gott mit uns“, wenig später (Jesaja 9,5) heißt er

  • wunderbarer Ratgeber
  • starker Gott
  • ewiger Vater
  • Friedensfürst

Die Liste ist keineswegs überholt, aber aus meiner Sicht unvollständig. Weitere Namen lauten:

  • Lösungsvorbereiter
  • Möglichmacher
  • Sachen-Wiederfinder
  • Erinnerer
  • Augenblick-Nutzer
  • Immer-Zuhörer
  • Depressionen-Besieger
  • Tröster
  • Lebensretter
  • Sinnstifter
  • Wertschätzer
  • Liebster

Hast du auch noch ein paar Namen hinzuzufügen? Zögere nicht, teile sie mir mit. Ich erweitere die Liste umgehend.

Ermutigung

Machtspiele

Es ist wieder Saison für die sirrenden Biester, die harmlose Mitbürger hinterrücks überfallen und stechen und Juckreiz, Rötung, Schwellung und ärgerliche Gedanken über die gefallene Schöpfung hinterlassen.
Ein paar Nächte lang habe ich das hingenommen und über Fliegengitter an den Fenstern nachgedacht. Da ich aber selbstverständlich Blumenkästen habe und die gegossen werden wollen, sind diese Netze eher suboptimal. Man will das Dings ja solide befestigen, dann kann man nicht mehr gießen. Und Erdbeeren pflücken.
Ein paar weitere Nächte habe ich mit „Jesus, kannst du deinen Mücken bitte ausrichten, dass sie mich nicht stechen sollen?“ begonnen. (Wem sollten die Biester sonst gehören? Er hat sie erschaffen!)
Morgens stellte ich fest: Die Mücken haben sicher schon mal besser gehorcht.
Trotzdem bat ich ihn weiter um Hilfe. Vorgestern Abend fing Jesus sein übliches Machtspiel an. „Warum soll ich das den Mücken ausrichten? Das kannst du doch auch.“ Subtext: Vollmacht als Kind Gottes, Joh.5,19 usw, usf
Ich, tief seufzend: „Wie sollten sie auf mich hören, wenn sie dir schon nicht gehorchen?“ Weil er an diesem Punkt nicht zu Diskussionen taugt und ich die These „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ vertrete (du ahnst nicht, wie viele Ohren die Tiere, Pflanzen und Gegenstände haben können! klick, klick, klick), habe ich mein Abendgebet dahingehend geändert, dass ich die Mücken also selbst angesprochen habe.
Die Biester haben definitiv schon mal besser gehorcht!
Aber ich gebe nicht auf. Außerdem hat mich die Recherche zu den obigen Klicks so ermutigt, dass ich einfach weitermachen muss, weil ich ja weiß, dass es geht.
Und außerdem weiß ich wieder, wie lange er diese Machtspiele schon mit mir treibt, irgendwann muss es ja auch damit mal Fortschritte geben.

Heiße Liebe!

Meine Güte!

Am Mittwochmorgen turnte ich meine Frühgymnastik, wie ich es fast immer tue, während der Tee zieht. (Es ist Kräutertee, und er zieht 10 Minuten, das ist beim Turnen nicht viel. Ich denk mir aber, lieber täglich zehn Minuten konzentriert die Wirbel ordnen als einmal ne hochmotivierte halbe Stunde und am nächsten Tag Muskelkater und dann keine Lust mehr.)
Es war dieser extrem heiße Tag mit den über 80% Luftfeuchtigkeit, und ich hatte von der Nacht noch alle Fenster auf, was übrigens Ausblicke in drei Himmelsrichtungen gewährt.
Ich turnte und ein kühles Lüftchen strich über mich hinweg. Verschwitzt und gerädert von der nächtlichen Hitze kommentierte ich: „Oh, ein kühles Lüftchen! Meine Güte!“
Und anderthalb Sekunden später (grob geschätzt) ging mir auf:

„Nein, nicht meine Güte! Deine Güte!“

Seitdem fällt mir auf, wie oft ich „meine Güte“ sage oder schnaube oder sonstwie äußere. Ziemlich oft. Und jedes Mal sage ich dann „Deine Güte!“
Das gibt ein gutes Gefühl, du solltest es auch mal ausprobieren.

Alles in meinem Leben
basiert
auf seinen Special Effects
Gnade und Güte.

Heiße Liebe!

suche den Frieden und rufe mich an

Jesus wollte sich in meinem 2019 nicht auf die offizielle Jahreslosung beschränken („Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34,15) und so hab ich zusätzlich diesen Vers aus Jeremia 33,3 bekommen:

Als ich ihn neulich bei wottsäpp in die Statusmeldungen setzte, lästerte G.: „Gefährlich, jetzt rufen dich alle an“, aber es ließ sich aushalten.
Wenn du wissen willst, welche Dinge er mir schon verkündet hat – ich weiß es nicht. Da diese Dinge ja unbegreiflich sind, erkenne ich sie wahrscheinlich erst rückblickend. (da bin ich fein raus, he)
Allerdings bin ich schon ein bisschen aufgeregt, welche seiner Geheimnisse er mir anvertrauen will.

Ermutigung

Warten auf die Verheißung

Sonja hat diese klug beobachtete Begegnung beschrieben von einem Menschen, der nur noch unbeantwortete Gebete kannte. Das ist mir auch schon passiert – beides.

Am vorletzten Wochenende befand ich mich erfreulicherweise in der Beobachterposition und nicht in der Zwangslage. Ich traf Amélie (Name geändert) bei einer Veranstaltung mit Abendmahl und Anbetung in all ihren Facetten. Ich hatte das Reisesortiment Ölkreiden dabei und fragte Amélie nach ihrer Lieblingsfarbe, denn der Högschde hatte eine Nachricht für sie. Sie sagte „olivgrün“. Ich malte ein unterteiltes Rechteck Käschtle und noch ein rosa Schleifchen darauf, damit man es erkennt. Dazu erklärte ich: „Das hier ist ein Geschenk von Gott für dich. Es hat einen doppelten Boden, es lohnt sich also, den Kasten bis unten auszuräumen und zu gucken, was drunter ist.“
Amélie fing gleich an zu weinen und berichtete, dass sie dieses Bild nun zum dritten Mal empfangen habe und sie wisse nicht, was sie falsch mache, denn es sei immer noch nichts davon in ihrem Leben zu sehen.
Ich erklärte ihr, dass es nicht ihr Fehler sei, sondern der Zeitpunkt noch nicht erreicht sei, und ich betete für sie und konnte sie ein bisschen trösten.

Die Sache mit dem Zeitpunkt ist mir ins Leben gewoben worden und unbegreifliche Geschenke bekam ich auch schon.

Amélie, ich werd gelegentlich für dich beten. Dass es nicht mehr so lange dauert, und das andere alles.

Ermutigung

zum Jahresendeanfang

Der Statistikfreund und ich haben lange überlegt, was wir den Vorgartenfreunden zu Silvester und Neujahr bieten wollen.
„Klamauk zum Jahresabschluss“ ist wie immer hoch im Kurs, aber schließlich haben wir uns drauf verständigt, dass die Klamaukfreunde in den alten Vorgarten gehen können, da gibt es genug zu lesen und zu lachen.
Zum Beispiel bei den Heileits von 2014. Oder bei der Jahresabschlussstatistik von 2010. Oder … ähm… hm. Das wars dann schon. Ehrlich, ich war sicher, dass es viel mehr sein würden … na ja, wir haben uns beim Klamauk ja nicht auf Silvester beschränkt. Reichlich Linkse weisen dich dahin.
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Wir haben uns also drauf verständigt, dir diesen Text zu bieten.
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Wieder ist ein Jahr vergangen, himmlischer Vater! Wir danken dir für deine Barmherzigkeit. Das neue Jahr steht vor uns mit seinen Forderungen. Aber wir gehen nicht mit leeren Händen hinein.

Wir nehmen mit uns die Erinnerung an die bangen Zweifel, die beruhigt wurden, an den Kummer, der gelindert wurde, an die Niedergeschlagenheit, aus der wir erhoben wurden, an die Hoffnung, die nicht beschämt wurde. Das hast du an uns getan, barmherziger Vater. In allem Werden und Vergehen bist du doch derselbe gewaltige Gott.

Sören Kierkegaard – und der Text der Tageslosung zum Altjahrsabend.

Das wünschen wir dir: dass du die Erinnerungen an die zuerst schlimmen Momente, die sich ins Gute wandelten, nicht vergisst.
Die schönen Momente darfst du natürlich auch gerne mitnehmen. Wir hoffen, du bekommst

ein stattliches neues Jahr.