kurioses

wenn ich …

wenn ich eines Tages eine Band gründen wollen würde, gäb es eine Bigband oder Ska (oder Balkanbeats – immerhin beginnt hier in Lennep die Balkantrasse) mit Blaskapelle und allem Zipp und Zapp. Mindestens ein Bandmitglied müsste aus Barmen kommen, idealerweise ein Trompeter, da ich das Instrument nicht selbst beherrsche. Die Band würde ich

Engelstrompete

nennen, wobei es kein Ausschlusskriterium wäre, wenn der Trompeter nicht Friedrich mit Vornamen heißen würde.
Unsere erste Tournee würde uns nach Bremen, vielleicht Stuttgart und Augsburg, sicher nach Berlin, Köln, Manchester (dort nach Chorlton-on-Medlock), London, Leeds, Paris und viele andere interessante Orte bringen.
Wir würden reich und berühmt und na-tür-lich unsere geografische und soziale Herkunft nie vergessen.

Auf all diese Dinge bin ich nur gekommen, weil ich über die Engelstrompete nachgedacht habe.
Direkt nachvollziehbar, oder? Ich mag Engel, Engelist bin ich nicht.

Fernweh

Das lag nur an den Gießkannen

Am fünften Tage schuf Gott der Herr das Vieh und die wilden Tiere des Waldes und der Steppen. (1. Mose 1,24+25) An meinem fünften Inseltag hatte ich hingegen das Gefühl, er hätte gerade eben den Wind erfunden und müsse sich noch ein paar mal an seinem Sausen und Brausen erfreuen, bevor er sich anderen Dingen zuwenden könne.
Die sonstigen Zutaten des Tageswetters waren: viele Wolken, Sonne und gelegentliche Regenschauer, dazu war es recht kühl. Definiere „kühl“: nicht so kalt, dass ich eine lange Hose angezogen hätte.
Vom engagierten Dauerregen war der Strand von Pfützen übersät, weil ich jedoch vortags viele Schritte getan hatte, fuhr ich mit dem Rad zum südlichen Ende der Promenade und testete zuerst mal, wie viele Krümel in einen Spatz passen.

Ich habe keine Kenntnis im Auseinanderhalten von Spatzen, bis auf den Unterschied zwischen Herr und Frau Spatz, aber dieses Spatzenmädchen vom letzten Bild war die ganze Zeit da, und es war am schnellsten von allen. Sehr viele Krümel passten rein.

Ich liebe Gottes Himmelskaleidoskop – er tippt es mal kurz an und alles sieht wieder ganz anders aus.

Die Flut war sehr hoch, man kann es an Borkums „Premiumstrand“ erkennen.

Im mittelrechten Bildhintergrund siehst du ein Gestell aus den Wellen ragen – es gehört zu einer Surfschule, die man normalerweise auch bei Flut trockenen Fußes erreicht.
Als Standard-Festländer wundert man sich dann natürlich, woher auf einmal das ganze Wasser kommt, „normalerweise“ ist es ja auch nicht da?
Sei getrost, ich habe die Lösung mithilfe meiner präzisen Beobachtungsgabe herausbekommen.

Leere Gießkanne = Wasser ausgeschüttet.

Leider war es zu spät zu ermitteln, wer für den Unfug verantwortlich war.

Leibesertüchtigung

nach oben offen

Endlich hat die Fußball-Bundesliga wieder begonnen, der Samstag füllt sich ab „fuffzehndreißich“ mit Leben. Allerdings ist der erste Spieltag noch nicht mal rum, da gucke ich schon mit leisem Entsetzen auf die Tabelle. Platz 50.957 habe ich mit meinen jämmerlichen vier Punkten bisher erreicht. Liebezeit! Der schlechteste Saisonstart, seit der Statistikfreund meine Statistiken fälscht äh, führt!
Dann aber fällt mir ein, dass ich es positiv sehen sollte. Ein Start auf Platz 50.957 bietet eine Menge Steigerungspotenzial. Das Minimalziel ist wie jedes Jahr, die Saison auf einem vierstelligen Tabellenplatz zu beenden.
Und ach, es könnte ja viel schlimmer aussehen. Die Tipper mit null Punkten tummeln sich auf Platz 94.413. Von dort aus gesehen bin ich fast schon im Mittelfeld der Tabelle.

Heiße Liebe!

Meine Güte!

Am Mittwochmorgen turnte ich meine Frühgymnastik, wie ich es fast immer tue, während der Tee zieht. (Es ist Kräutertee, und er zieht 10 Minuten, das ist beim Turnen nicht viel. Ich denk mir aber, lieber täglich zehn Minuten konzentriert die Wirbel ordnen als einmal ne hochmotivierte halbe Stunde und am nächsten Tag Muskelkater und dann keine Lust mehr.)
Es war dieser extrem heiße Tag mit den über 80% Luftfeuchtigkeit, und ich hatte von der Nacht noch alle Fenster auf, was übrigens Ausblicke in drei Himmelsrichtungen gewährt.
Ich turnte und ein kühles Lüftchen strich über mich hinweg. Verschwitzt und gerädert von der nächtlichen Hitze kommentierte ich: „Oh, ein kühles Lüftchen! Meine Güte!“
Und anderthalb Sekunden später (grob geschätzt) ging mir auf:

„Nein, nicht meine Güte! Deine Güte!“

Seitdem fällt mir auf, wie oft ich „meine Güte“ sage oder schnaube oder sonstwie äußere. Ziemlich oft. Und jedes Mal sage ich dann „Deine Güte!“
Das gibt ein gutes Gefühl, du solltest es auch mal ausprobieren.

Alles in meinem Leben
basiert
auf seinen Special Effects
Gnade und Güte.

Blöömscher

ornamental voll daneben

ja, man kann gestalterische Mittel bei der Pflege von Grünflächen anwenden und damit schöne Ornamente schaffen. Aber besser nicht mit Rasendünger in einer öffentlichen Grünanlage, die noch dazu zu einer Landesgartenschau gehört. Peinlich.

Deswegen ist es so wichtig, Dünger (ebenso Kalk, Blumenwiesen- oder Rasensamen, …) gleichmäßig zu werfen. Das fängt schon damit an, wie ich die Hand halte und meinen Arm bewege.
Oder halt doch ein Streuwägelchen verwende.

Heimatland

farbenirre

Erst wollte ich diese Angelegenheit hier „farbenfroh“ nennen, aber man wird irre, wenn man zu lange am Stück drauf schaut. Außer man hat eine Rot-Grün-Schwäche, dann ist es vielleicht ein friedliches Grau-in-grau.
Der Irrsinn hat nämlich ziemlich um sich gegriffen.

geknipst: letzte Woche in Remscheid
gewundert: über die 19Siebziger
gestanden: im Regen