Fußball

nach oben offen

Endlich hat die Fußball-Bundesliga wieder begonnen, der Samstag füllt sich ab „fuffzehndreißich“ mit Leben. Allerdings ist der erste Spieltag noch nicht mal rum, da gucke ich schon mit leisem Entsetzen auf die Tabelle. Platz 50.957 habe ich mit meinen jämmerlichen vier Punkten bisher erreicht. Liebezeit! Der schlechteste Saisonstart, seit der Statistikfreund meine Statistiken fälscht äh, führt!
Dann aber fällt mir ein, dass ich es positiv sehen sollte. Ein Start auf Platz 50.957 bietet eine Menge Steigerungspotenzial. Das Minimalziel ist wie jedes Jahr, die Saison auf einem vierstelligen Tabellenplatz zu beenden.
Und ach, es könnte ja viel schlimmer aussehen. Die Tipper mit null Punkten tummeln sich auf Platz 94.413. Von dort aus gesehen bin ich fast schon im Mittelfeld der Tabelle.

Heiße Liebe!

Meine Güte!

Am Mittwochmorgen turnte ich meine Frühgymnastik, wie ich es fast immer tue, während der Tee zieht. (Es ist Kräutertee, und er zieht 10 Minuten, das ist beim Turnen nicht viel. Ich denk mir aber, lieber täglich zehn Minuten konzentriert die Wirbel ordnen als einmal ne hochmotivierte halbe Stunde und am nächsten Tag Muskelkater und dann keine Lust mehr.)
Es war dieser extrem heiße Tag mit den über 80% Luftfeuchtigkeit, und ich hatte von der Nacht noch alle Fenster auf, was übrigens Ausblicke in drei Himmelsrichtungen gewährt.
Ich turnte und ein kühles Lüftchen strich über mich hinweg. Verschwitzt und gerädert von der nächtlichen Hitze kommentierte ich: „Oh, ein kühles Lüftchen! Meine Güte!“
Und anderthalb Sekunden später (grob geschätzt) ging mir auf:

„Nein, nicht meine Güte! Deine Güte!“

Seitdem fällt mir auf, wie oft ich „meine Güte“ sage oder schnaube oder sonstwie äußere. Ziemlich oft. Und jedes Mal sage ich dann „Deine Güte!“
Das gibt ein gutes Gefühl, du solltest es auch mal ausprobieren.

Alles in meinem Leben
basiert
auf seinen Special Effects
Gnade und Güte.

Blöömscher

ornamental voll daneben

ja, man kann gestalterische Mittel bei der Pflege von Grünflächen anwenden und damit schöne Ornamente schaffen. Aber besser nicht mit Rasendünger in einer öffentlichen Grünanlage, die noch dazu zu einer Landesgartenschau gehört. Peinlich.

Deswegen ist es so wichtig, Dünger (ebenso Kalk, Blumenwiesen- oder Rasensamen, …) gleichmäßig zu werfen. Das fängt schon damit an, wie ich die Hand halte und meinen Arm bewege.
Oder halt doch ein Streuwägelchen verwende.

Heimatland

farbenirre

Erst wollte ich diese Angelegenheit hier „farbenfroh“ nennen, aber man wird irre, wenn man zu lange am Stück drauf schaut. Außer man hat eine Rot-Grün-Schwäche, dann ist es vielleicht ein friedliches Grau-in-grau.
Der Irrsinn hat nämlich ziemlich um sich gegriffen.

geknipst: letzte Woche in Remscheid
gewundert: über die 19Siebziger
gestanden: im Regen

alles, was nirgends sonst reinpasst

Zusehen, wie die Manschetten enger werden

Nächtens trage ich Pyjamas, zumindest in der kühleren Jahreshälfte.
Derzeit ist der Pyjama streng genommen keiner; oder nur ein halber, aber ich nehme es nicht streng. Er besteht aus einer rosaweiß karierten Damenpyjamahose, Flanell, mit ausgebessertem Gummizug, und einem blauweiß karierten Herrenoberhemd, ebenfalls Flanell. Das Hemd ist in Größe XXL, denn es gab keine kleineren mehr, außer XS. Das Hemd trage ich, weil die zugehörige Pyjamajacke irgendwann am Rücken Löcher bekam, die nicht mehr zu flicken waren. Fotos von der farbenfrohen Kombi gibts keine, bei Bedarf kannst du gerne dein Kopfkino einschalten.
Das Hemd ist natürlich viel zu groß, ich hatte bereits den Gedanken, es an den Seiten um zwei bis fünf Zentimeter abzunähen, was ich dann doch gelassen habe. Meine Güte, ich trag das Dings ja nur nachts und dann guckt keiner zu außer Jesus, und dem sind Äußerlichkeiten egal.
Bloß dass die Manschetten immer über die Handgelenke rutschten, hat mich genervt; ich konnte sie auch nicht fest zum Ellbogen aufschieben, damit sie zB beim Zähneputzen trocken blieben.

Neuerdings beobachte ich, wie die Manschetten zunehmend enger werden. Zunehmend ist ein hübsches Wort in diesem Zusammenhang, aber die Manschetten ändern ja ihre Form nicht und ich habe das Hemd auch nicht zu heiß gewaschen. Stattdessen nimmt mein Unterarmumfang zu; Ergebnis der reichlichen Gartenwühlerei in den letzten paar Wochen.
Wenn jetzt auch noch mein Äquator die Gegenrichtung dieses Trends befolgt, passe ich im Sommer wieder in sämtliche meiner Hosen.

Weil es unter uns Christen so üblich ist, uns bei unseren Aussagen auf die Bibel zu berufen, um ein stabiles und glaubwürdiges Fundament in unserer Argumentation zu haben, enthält na-tür-lich auch dieser Beitrag Bibelstellen. Zwei Stück, die sich hervorragend einfügen.

1.Thessalonicher 3,12+13:
Euch aber lasse der Herr zunehmen und überreich werden in der Liebe zueinander und zu allen – wie auch wir euch gegenüber sind – um eure Herzen zu stärken, untadelig in Heiligkeit zu sein vor unserem Gott und Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen.
(ELB)

Psalm 12,2:
Hilf, Herr! Die Heiligen haben abgenommen, und treu sind wenige unter den Menschenkindern!
(LU17)

Da kannst du dir nun aussuchen, ob und an welchen Stellen du zu- oder abnehmen willst.

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p.s.: jawollja, in der Bibel findest du Antwort auf alle Fragen!

kurioses

wenn ich …

wenn ich groß bin, sage ich gerne, mache ich diesen oder jenen Job und werde damit reich und berühmt. Welcher dieser Job ist, wechselt oft und entscheidet sich meist spontan und nach Begeisterung.
Jetzt habe ich endlich den richtigen Beruf gefunden. Ich werd

Sachverständiger.

Immerhin bin ich in vielen Sachen verständig und werde oft und gerne von anderen Menschen gefragt, wie man ein Hochbeet baut, welcher Burgherr Warburg (Kreis Höxter) gegründet hat und wann, was diese Kästen dort an der Scheunenwand sind, wie viele Arten von Reihern hier leben, was das Aufblinken der lilla Warnleuchte im Auto bedeutet, ob die Bauernrose im eigenen Garten gedeiht (wie sieht die denn aus? Bauernrose ist kein botanischer Name), ob man die Schleuse hier überqueren darf, wo das Grab von der Frau Olvenstedt ist, ob die Beeren giftig sind, was man mit der Moossammlung hinterm Haus machen kann, damit sie wieder ein Rasen wird und wo man bei Firma K. das gewünschte Gut findet, einfach weil ich so kompetent aussehe.
Auf alle diese Fragen antworte ich nach bestem Wissen und Gewissen (teilweise auch mit Absagen: bin ich Kfz-Mechaniker? Frag doch bitte jemanden, der sich damit auskennt!) und danach wenden sich alle Menschen gerne wieder an mich, die Beratung war wohl gut.

kurioses

wenn ich …

wenn ich mich als Schneiderin selbstständig machen wollen würde, würde ich natürlich einen eigenen Stil entwickeln und eine Modelinie entwerfen, wie das immer so schick heißt. Die hauptsächlich verwendeten Farben würden sich auf dem Farbkreis zwischen bläulichem lila und grünlichem Gelb befinden. Mein Label würde

Kaspers Frau

heißen, denn die Redewendung besagt bekanntermaßen: „grün und blau trägt Kaspers Frau“. Warum dabei die Konnotation negativ ist – und wie Kasper zu einer Frau mit so erlesenen Geschmack kommt, weiß ich nicht. Die Frau ist jedenfalls für ihre Farbwahl zu beglückwünschen.