Heiße Liebe!

der Höchste, der Vollmond und ich

Es gibt Momente, da gelingt die Umsetzung vom Bild in meinem Kopf aufs Papier. Wenns der Höchste so will.
Das hier war natürlich auch ein Bild, mit dem er einer anderen Person was sagen wollte; was, zu wem, in welchem Kontext: hab ich vergessen. Tja, weil es halt nicht mein Bild war, musste ich den blauen Traum abgeben, aber ich habe immerhin ein Foto gemacht.

Ich wär jetzt wirklich gern am Strand, gemeinsam mit dem Höchsten und seinem Vollmond.

Garten

die treusorgende Tomate

Wenn eine Tomate etwas länger herumliegt als gut für sie ist, geht zumeist ihre Schale kaputt, sie wird matschig und gammelt. Manchmal bleibt die Schale aber ganz, kurz darauf bilden sich seltsame Pickel, hart und spitz und später grünlich.

Dann weißt du, dass sie mit ihrem Dasein als Frucht abgeschlossen hat und ihre Nährstoffe in eine neue Tomatengeneration investiert. Essen solltest du sie jetzt nicht mehr, die Tomate ist bekanntlich ein Nachtschattengewächs, dessen grüne Bestandteile giftig sind. Unter der Schale sieht es nun so aus:

Wenn du etwas tiefer sezierst, siehst du mehr:

Die Tomatenkinder sind schon „richtige“ Pflanzen, mit Blättern, Stiel und Wurzeln.

Um Schaden an den Pflänzchen zu vermeiden, zerlege die Tomatenmutter weiter und setze den Nachwuchs mitsamt den Kernen in ein Töpfchen mit Anzuchterde, sodass die Blätter und ein bisschen Stiel (etwa Blattlänge) noch herausschauen. Aus einer abgeschnittenen PET-Flasche, im Durchmesser etwas kleiner als der Topf, kannst du ihnen ein Mini-Gewächshaus bauen. Hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme sind jetzt sehr wichtig für sie. Gieße behutsam, damit sie nicht zu schnell aufwachsen und dann keinen festen Stängel mehr bilden können.

Heimatland

Ein Ort für Querformate

Im Nachhinein dachte ich, es wäre klug gewesen, den Anfang des Regenwetters im Kalender zu notieren. Dem Statistikfreund hätte das gefallen, er hätte dann den durchschnittlichen Niederschlag errechnen können und was einem Mathematik-Wischenschaftler noch so einfällt. (Ich halte mich ja in solchen Fällen lieber dezent zurück…)
Davon abgesehen habe ich letzten Samstag nicht übers Hätte-Wäre-Wenn nachgedacht, sondern in den anderthalb Stunden, die ich da war, ausgiebig gestaunt und mich gefreut und über 100 Fotos gemacht – die schönsten habe ich dir hier mitgebracht.

 

… siehst du, diesmal habe ich ans Vorher-Nachher gedacht.

screenshot_20190123-232634Dazwischen ungefähr und ein paar Meter tiefer befindet sich das Wehr.

Das mit dem Anfang des langen Regens (andernorts habe ich ihn „Intervallregen“ genannt) hat mir allerdings keine Ruhe gelassen und ich habe einige Chats mit Gartenfreunden durchsucht. Aha!
regenbeginnEin Chatprotoköllchen mit aussagekräftigem Datum. Und als ich das fand, rate, was mir einfiel? Ein Vorgartenbeitrag namens Endlich normales Wetter. Auch vom 2. Dezember. Es ist also recht wahrscheinlich, dass der fragliche Tag (oder der tagliche Frag?) 02.12.2018 hieß.
Wenn du noch was mit dem SF besprechen willst, tu es jetzt, denn ab morgen sitzt er in seinem Rechenzentrum (nein, nicht in dem) und ist für ne Weile nicht erreichbar.

Heimatland

mehr breit als tief

Seit dem 18. November ist nicht viel Zeit vergangen, aber es ist viel Regen runter gekommen im Bergischen Land – endlich!
Sonntag war ich wieder an der Talsperre, die Veränderungen sind deutlich sichtbar. Später habe ich gedacht, Vorher-Nachher-Fotos wären fein gewesen für dich, du warst wahrscheinlich noch nicht so oft da wie ich, aber beim Besuch im November waren Dinge für mich interessant, die ich jetzt logischerweise nicht wieder gesehen habe. Der Blickwinkel ging im November mehr in die Tiefe, jetzt in die Weite und Breite.

Die Fotos scheinen mir alle etwas unscharf zu sein, aber das liegt am Wetter. (und wenn der Jäger nicht trifft, ist auch immer das Gewehr dran schuld, ich weiß) Sie sind so verschwommen, weil sie gar nicht anders konnten – es regnet ja auf jedem Foto mehr oder weniger.

Hier fehlen nicht mehr acht Meter, sondern nur noch ungefähr zwei oder drei, die aber auf wesentlich größerer Fläche.
Es hat noch lange nicht genug geregnet.

________________________________
p.s.: was diesen Fotos fehlt und was die vorigen alle besser aussehen ließ, ist der Sonnenschein. Das ist aber auch das einzige, was ihnen fehlt.

Heimatland

acht Meter

IMG_20181118_144954

Gestern war ich an der Wuppertalsperre, besser gesagt, ich saß am Grund. Reste von aufgegebenen und seit Jahren überspülten Bauwerken sind zu sehen wie auch dieses Wehr, gebaut von einem Meister Leopolt Schmitt:

IMG_20181118_144257

IMG_20181118_143356(Leider ohne Jahreszahl)

Das Wehr staute die Wupper auf und leitete sie durch einen noch sichtbaren Obergraben, wahrscheinlich über ein Wasserrad, mit dem ein Hammer (daher der Name) betrieben wurde. Der Untergraben ist nicht mehr zu erkennen.

Im unteren Bild siehst du, wie viel Wasser fehlt. Ich schätze, es sind acht Meter an dieser Stelle.

(Das trocken geschichtete Mauerwerk rechts im unteren Bild führte den Obergraben)

IMG_20181118_143848

In der gesamten Talsperre befindet sich nur noch ein Drittel der üblichen Menge Wasser, ca. 7.511.000 Liter. Flussabwärts sieht man was davon, nicht nur diese vertrocknete Wattenlandschaft.

Wie lange muss es regnen, um 15.022.000 Liter aufzufüllen?