Heimatland

Ein Ort für Querformate

Im Nachhinein dachte ich, es wäre klug gewesen, den Anfang des Regenwetters im Kalender zu notieren. Dem Statistikfreund hätte das gefallen, er hätte dann den durchschnittlichen Niederschlag errechnen können und was einem Mathematik-Wischenschaftler noch so einfällt. (Ich halte mich ja in solchen Fällen lieber dezent zurück…)
Davon abgesehen habe ich letzten Samstag nicht übers Hätte-Wäre-Wenn nachgedacht, sondern in den anderthalb Stunden, die ich da war, ausgiebig gestaunt und mich gefreut und über 100 Fotos gemacht – die schönsten habe ich dir hier mitgebracht.

… siehst du, diesmal habe ich ans Vorher-Nachher gedacht.

screenshot_20190123-232634Dazwischen ungefähr und ein paar Meter tiefer befindet sich das Wehr.

Das mit dem Anfang des langen Regens (andernorts habe ich ihn „Intervallregen“ genannt) hat mir allerdings keine Ruhe gelassen und ich habe einige Chats mit Gartenfreunden durchsucht. Aha!
regenbeginnEin Chatprotoköllchen mit aussagekräftigem Datum. Und als ich das fand, rate, was mir einfiel? Ein Vorgartenbeitrag namens Endlich normales Wetter. Auch vom 2. Dezember. Es ist also recht wahrscheinlich, dass der fragliche Tag (oder der tagliche Frag?) 02.12.2018 hieß.
Wenn du noch was mit dem SF besprechen willst, tu es jetzt, denn ab morgen sitzt er in seinem Rechenzentrum (nein, nicht in dem) und ist für ne Weile nicht erreichbar.

Heimatland

mehr breit als tief

Seit dem 18. November ist nicht viel Zeit vergangen, aber es ist viel Regen runter gekommen im Bergischen Land – endlich!
Sonntag war ich wieder an der Talsperre, die Veränderungen sind deutlich sichtbar. Später habe ich gedacht, Vorher-Nachher-Fotos wären fein gewesen für dich, du warst wahrscheinlich noch nicht so oft da wie ich, aber beim Besuch im November waren Dinge für mich interessant, die ich jetzt logischerweise nicht wieder gesehen habe. Der Blickwinkel ging im November mehr in die Tiefe, jetzt in die Weite und Breite.

Die Fotos scheinen mir alle etwas unscharf zu sein, aber das liegt am Wetter. (und wenn der Jäger nicht trifft, ist auch immer das Gewehr dran schuld, ich weiß) Sie sind so verschwommen, weil sie gar nicht anders konnten – es regnet ja auf jedem Foto mehr oder weniger.

Hier fehlen nicht mehr acht Meter, sondern nur noch ungefähr zwei oder drei, die aber auf wesentlich größerer Fläche.
Es hat noch lange nicht genug geregnet.

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p.s.: was diesen Fotos fehlt und was die vorigen alle besser aussehen ließ, ist der Sonnenschein. Das ist aber auch das einzige, was ihnen fehlt.

alles, was nirgends sonst reinpasst

endlich normales Wetter.

rieseln, rinnen, benetzen, tröpfeln, plätschern, tropfen, nebeln, fließen, regnen, platschen, kübeln, pladdern, plästern, schütten, spritzen, wogen, tosen, strömen, rauschen, donnern, trommeln.
Nebelfeuchte, hohe Luftfeuchtigkeit, Nässe, Niesel-, Schnee- und Dauerregen.
Rinnsal, Bach, Fluss, Wasserfall, Strom.
Quelle, Pfütze, Lache, Tümpel, Teich, Talsperre, See, Welle, Flut, Meer, Ozean.
Traufe, Regenrinne, Wasserfass, Regentonne, Zisterne, Brunnen, Rasensprenger, Gießkanne, Schlauch, Wasserrutsche, Aquaplaning, Wasserstraße, Bootsbau, Abwasserkanal, Hochwasser, Gewässerschutz, Gezeitenkraftwerk.
es regnet Pijpenstelen, Cats and Dogs oder Bindfäden.
nasses wunderschönes Sauwetter.

Die Bergische Flüssigsonne.


ja, stell dir das ruhig vor: alles für diese nasse Sammlung habe mir selbst einfallen lassen. Kein Synonyme-Wörterbuch (ob analog oder digital) hat mich unterstützt.
Wenn du meinst, meine Liste wäre unvollständig, immer her damit, ich ergänze.


Heimatland

acht Meter

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Gestern war ich an der Wuppertalsperre, besser gesagt, ich saß am Grund. Reste von aufgegebenen und seit Jahren überspülten Bauwerken sind zu sehen wie auch dieses Wehr, gebaut von einem Meister Leopolt Schmitt:

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IMG_20181118_143356(Leider ohne Jahreszahl)

Das Wehr staute die Wupper auf und leitete sie durch einen noch sichtbaren Obergraben, wahrscheinlich über ein Wasserrad, mit dem ein Hammer (daher der Name) betrieben wurde. Der Untergraben ist nicht mehr zu erkennen.

Im unteren Bild siehst du, wie viel Wasser fehlt. Ich schätze, es sind acht Meter an dieser Stelle.

(Das trocken geschichtete Mauerwerk rechts im unteren Bild führte den Obergraben)

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In der gesamten Talsperre befindet sich nur noch ein Drittel der üblichen Menge Wasser, ca. 7.511.000 Liter. Flussabwärts sieht man was davon, nicht nur diese vertrocknete Wattenlandschaft.

Wie lange muss es regnen, um 15.022.000 Liter aufzufüllen?