das Leben

dyschronologisch

also was ich sagen will, ist, dass ich beim Sortieren der alten Fotos nicht chronologisch vorgehe, sondern mich an der enthaltenen Menge der Fotos orientiere. Leider sind alle Ordner aller Jahre mit unter zehn Bildern längst wegsortiert. Je mehr Fotos in so einem Ordner sind, desto länger dauert die Chose, desto größer die Schongs, dass ich bei der Suche nach „ich hatte doch mal“ für Stunden abgelenkt werde undsoforterundsoweit.
Der 9. Juni 2011 lässt sich aber zum Glück leicht abhandeln.

Ein Foto zeigt die Clivie in der Badewanne meiner vorigen Wohnung. Mann, ist die gewachsen!

In der aktuellen Wohnung ist keine Badewanne, sondern eine Dusche, in die ich sie nicht rein bugsiert kriegen würde, da die Dusche einen engen Eingang hat und der ist auch noch knapp hinter der Badezimmertür. Ich passe durch, aber sie nicht. Die vor neun Jahren noch schlanke Clivie ist eine pflanzliche Wuchtbrumme geworden, die auch nicht mehr bei Regen runter in den Hof darf (was sie bedauert, aber ich müsste sie ja schleppen, und so verzichtet sie).

Ich habe sie schon seit seeehr vielen Jahren. Damals „erbte“ ich sie von meinem Bruder, der sie von einer Verehrerin bekam. Über die Dame weiß ich nichts, aber die Clivie passte in einen 9er-Topf. Sie war eine von drei Insassen einer floristischen Pflanzschale, die ich schon damals immer als erstes in die Bestandteile aufgelöst habe, damit jede Pflanze Wasser und Dünger nach eigenem Bedarf bekäme. Von den zwei anderen Pflanzen fehlt in meiner Erinnerung jede Spur (ja, ja, auch im vorigen Vorgarten erzählte ich nicht von ihnen, es ist noch viel länger her!).
Der Bruder war damals ungefähr ein Mitt-Teenager. Jetzt ist er nicht mehr 39. So viel kann ich verraten. So lange ist das her.

Ein aktuelles Foto von der Clivie. Und dem Hocker, auf dem ich stehe. Sonst hätte sie nicht ins Bild gepasst.