Im Garten stand im Beet eine kleine, vielleicht zweijährige Weide 🌿 (Salix).
Ich fand sie beim Jäten, sie war ungefähr so hoch wie das sie umgebende Kraut (40-50cm). Wie alles andere habe ich auch sie ausgerupft, da ich sie nicht eingeladen hatte, und weil sie davon nicht kaputt gegangen war*, habe ich sie in einen Kübel gepflanzt. Immerhin ist sie, zwar ungebeten, aber dennoch ein früh blühendes Gehölz, und das hat unbedingten Vorrang im insektenfreundlichen Garten.
*= Wundere dich nicht über die Ausleseparameter. Wir gärtnern nach Meister Darwins Methode.
Weil Weiden 🌿 gerne im Wasser stehen, bekam sie sogar ein Tellerchen dazu – die Kübelnachbarin Birki Betula Borkasdottir wies gleich drauf hin, dass sie nasse Füße ja gar nicht mag. So ist es mit den Bäumen wie mit den Menschen: alle sind verschieden.
Gestern fand ich eine weitere Weide 🌿 und pflanzte sie der Gesellschaft wegen zu ihrer Mit-Weide.
Flugs war eine neue Sorte entdeckt:

Botanik kann so einfach sein!!
P.S.: 🌿 setze ich aus Erfahrung dazu. Du kannst noch so oft erklären, dass du von dem Gehölz Weide sprichst, die Hälfte der Zuhörer ist überzeugt, dass du eine zumeist eingezäunte Grasfläche meinst und fragt sich, welchen Unfug du da wieder von dir gibst. Aber ja, es gibt einen Baum, der Weide heißt!
2. P.S.: die obere Hälfte des Kübels kriegst du dann beim nächsten Mal zu sehen, ebenso Birki Betula Borkasdottir.
