Heiße Liebe!

ach, ihr Fleißigen.

6.3., Mamaabba informiert: I just called to say I love you. (Fein. Les ich später.)
7.3., Veronika Smoor informiert: Der düstere Schwarzwald und das bunte Freiburg. (guck an, in Freiburg war der Bruder auch gerade noch.)
13.3., Veronika Smoor informiert: Ja-Tag! (Moment … sie hat doch erst gestern…? Nicht ganz. Sie schreibt im Wochenabstand.)
13.3., Mammaabba informiert: Bettina – „Rausausderaffenfalle“
13.3., himmlisch geerdet informiert: Fokussiert!? (äh, fokussiert … was ist das?)

Ihr Lieben schreibt alle so fleißig und bei mir gibts seit Wochen nur Konserven und Aufgewärmtes und ich komm nicht mal dazu, bei euch zu lesen! … Aber das wird besser. Den Veröffentlichungsabstand einiger Jahre im alten Vorgarten (jeden Tag ein Text – einer!) werd ich nicht mehr einführen, aber ich merke, dass es aufwärts geht; dass die Depressionen ihre Macht über meinen Alltag verlieren.

Weil mich die Überschrift von Mammaabba vom 6.3. so an eine Begegnung mit Gott erinnert, erzähl ich dir diese Geschichte. Die ist schon ziemlich alt, aber nicht aufgewärmt: sie kommt heute frisch auf den Tisch – nachdem ich sicher fünf Minuten am Passwort und der zugehörigen Emailadresse gewerkelt und gewürgt habe, um zielführende Stichwörter in meinen alten Vorgarten eingeben zu können, ob ich schon mal darüber geschrieben habe – und feststellte, dass das nicht so ist! Warum will dieser Bloggerpenner auf einmal mein Passwort wissen, er kennt mich doch seit August 2007!?!

Have I told you lately that I love you?

Dieses Lied verträgt bei mir nur eine einzige Stimme: das rostige Reibeisen von Rod Stewart. Hier habe ich eine mittlerweile recht antike Version aufgestöbert, ab und an eine charmante Nuance am richtigen Ton vorbei (wer ist schon perfekt) und versetzt mit portugiesischen Untertiteln.

Das kam so … Ich war gerade mal wieder am Umziehen und renovierte in der völlig versifften Bude vor mich hin und diverse Menschen, die versprochen hatten zu helfen, sagten einer nach dem anderen ab. Ich war so sauer! Warum sagen sie zu, wenn sie dann keine Zeit/keinen Bock/keinen Babysitter oder weißderGeier was sonst haben oder nicht haben?!
Und dann, im Radio, ohne Ankündigung, meldet sich der Högschde zu Wort. Spielt dieses Lied für mich.
NUR für mich.
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Alles auf Null.
Emotionen rausgelassen. Ihm den ganzen Rotz ausgebreitet. Wie verletzt ich bin. Wie sehr es mich stört, dass ich spontan mithelfe, wenn noch ne Hand gebraucht wird, aber die anderen sich nicht ein bisschen mehr Mühe geben können oder lieber nicht erst zu- und dann absagen sollen, sondern es vielleicht andersrum regeln können, erst absagen und später motiviert auf der Matte stehen. Und so weiter und so fort.
Gibst du mir den Frust, hat er gefragt. Ja, hab ich gesagt.
Er hat seinen Sohn angerufen und herbeordert. Der ist im Erstberuf Handwerker gewesen. Und wir haben gemeinsam Tapeten gezupft und Fußleisten geschrubbt und beschlossen, dass die nächste Wohnung a) keine Raucherwohnung sein solle und b) gerne frisch renoviert sein könne.
Genauso ist es dann gekommen beim bisher letzten Umzug.

Heiße Liebe!

suche den Frieden und rufe mich an

Jesus wollte sich in meinem 2019 nicht auf die offizielle Jahreslosung beschränken („Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34,15) und so hab ich zusätzlich diesen Vers aus Jeremia 33,3 bekommen:

Als ich ihn neulich bei wottsäpp in die Statusmeldungen setzte, lästerte G.: „Gefährlich, jetzt rufen dich alle an“, aber es ließ sich aushalten.
Wenn du wissen willst, welche Dinge er mir schon verkündet hat – ich weiß es nicht. Da diese Dinge ja unbegreiflich sind, erkenne ich sie wahrscheinlich erst rückblickend. (da bin ich fein raus, he)
Allerdings bin ich schon ein bisschen aufgeregt, welche seiner Geheimnisse er mir anvertrauen will.

Ermutigung

Warten auf die Verheißung

Sonja hat diese klug beobachtete Begegnung beschrieben von einem Menschen, der nur noch unbeantwortete Gebete kannte. Das ist mir auch schon passiert – beides.

Am vorletzten Wochenende befand ich mich erfreulicherweise in der Beobachterposition und nicht in der Zwangslage. Ich traf Amélie (Name geändert) bei einer Veranstaltung mit Abendmahl und Anbetung in all ihren Facetten. Ich hatte das Reisesortiment Ölkreiden dabei und fragte Amélie nach ihrer Lieblingsfarbe, denn der Högschde hatte eine Nachricht für sie. Sie sagte „olivgrün“. Ich malte ein unterteiltes Rechteck Käschtle und noch ein rosa Schleifchen darauf, damit man es erkennt. Dazu erklärte ich: „Das hier ist ein Geschenk von Gott für dich. Es hat einen doppelten Boden, es lohnt sich also, den Kasten bis unten auszuräumen und zu gucken, was drunter ist.“
Amélie fing gleich an zu weinen und berichtete, dass sie dieses Bild nun zum dritten Mal empfangen habe und sie wisse nicht, was sie falsch mache, denn es sei immer noch nichts davon in ihrem Leben zu sehen.
Ich erklärte ihr, dass es nicht ihr Fehler sei, sondern der Zeitpunkt noch nicht erreicht sei, und ich betete für sie und konnte sie ein bisschen trösten.

Die Sache mit dem Zeitpunkt ist mir ins Leben gewoben worden und unbegreifliche Geschenke bekam ich auch schon.

Amélie, ich werd gelegentlich für dich beten. Dass es nicht mehr so lange dauert, und das andere alles.

Zitate, Sprüche, Weisheiten

Zitat des Tages

Das Zitat des Tages stammt von meinem Schriftstellerkollegen Günter Grass. In einem Interview in der ZEIT vom 1. Juli 1999 bezeichnet er Sisyphus als seinen Privatheiligen und vergleicht das Ende der Sisyphusarbeit mit gefährlichen Utopien:

Sisyphus ist nichts anderes als das Wissen, dass der Stein oben nicht liegen bleibt – und dann das Jasagen dazu. Für mich gäbe es keine schrecklichere Vorstellung als die, dass der Stein eines Tages oben liegen bliebe. […] Alle Utopien arbeiten mit der Verheißung: Der Stein wird, wenn alles so läuft, wie es meine Utopie vorschreibt, eines Tages oben liegen.

gefunden bei Wikipedia/Sisyphos, als ich was ganz anderes suchte

Ent-utopisieren wir uns und wenden uns hin zu mehr Realismus. (Natürlich ist Träumen auch weiterhin erlaubt und erwünscht. Aber es gilt eine tragfähige Balance zu finden.)

Ermutigung

zum Jahresendeanfang

Der Statistikfreund und ich haben lange überlegt, was wir den Vorgartenfreunden zu Silvester und Neujahr bieten wollen.
„Klamauk zum Jahresabschluss“ ist wie immer hoch im Kurs, aber schließlich haben wir uns drauf verständigt, dass die Klamaukfreunde in den alten Vorgarten gehen können, da gibt es genug zu lesen und zu lachen.
Zum Beispiel bei den Heileits von 2014. Oder bei der Jahresabschlussstatistik von 2010. Oder … ähm… hm. Das wars dann schon. Ehrlich, ich war sicher, dass es viel mehr sein würden … na ja, wir haben uns beim Klamauk ja nicht auf Silvester beschränkt. Reichlich Linkse weisen dich dahin.
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Wir haben uns also drauf verständigt, dir diesen Text zu bieten.
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Wieder ist ein Jahr vergangen, himmlischer Vater! Wir danken dir für deine Barmherzigkeit. Das neue Jahr steht vor uns mit seinen Forderungen. Aber wir gehen nicht mit leeren Händen hinein.

Wir nehmen mit uns die Erinnerung an die bangen Zweifel, die beruhigt wurden, an den Kummer, der gelindert wurde, an die Niedergeschlagenheit, aus der wir erhoben wurden, an die Hoffnung, die nicht beschämt wurde. Das hast du an uns getan, barmherziger Vater. In allem Werden und Vergehen bist du doch derselbe gewaltige Gott.

Sören Kierkegaard – und der Text der Tageslosung zum Altjahrsabend.

Das wünschen wir dir: dass du die Erinnerungen an die zuerst schlimmen Momente, die sich ins Gute wandelten, nicht vergisst.
Die schönen Momente darfst du natürlich auch gerne mitnehmen. Wir hoffen, du bekommst

ein stattliches neues Jahr.

Jahreszeit

40jähriges Jubiläum des Superwinters zum Jahreswechsel 1978/1979

Was hast du gemacht, als Nord- und Mitteleuropa zum Jahreswechsel 1978/1979 zugeschneit waren?
Kannst du dich dran erinnern oder warst du noch gar nicht auf der Welt?
In der ARD-Mediathek kannst du bis zum 31.01.2019 eine starke Doku über die Tage ab dem 28.12.1978 ansehen: Klick! (nee, stimmt, das ist nicht die ARD-Mediathek – aber derselbe Film)
Tante Wiki ist wie üblich auch gut informiert: Klick!

Heiße Liebe!

Liebesbotschaft am Straßenrand

Neulich kam ich von einer Fahrt zurück nach Hause und fuhr von einer anderen als der üblichen Richtung in die Stadt. Da sah ich an einer Hauswand ein Werbeplakat kleben, Hintergrund magenta, aber die Schrift war nicht die des Telefongeschäfts, und es stand drauf: das was ich will, bist du!
Während es in meinem Kopf gleich zu rattern begann, aus welchem Lied mir diese Textzeile bekannt vorkam, war mir warm im Herz, denn ich wusste, egal, woher ich die Buchstabenfolge zu kennen glaubte – das ist eine Botschaft von Jesus an mich. Heiße Liebe!
Eigentlich müsste ich anhalten und ein Foto davon machen, dachte ich, aber ich hatte es zunehmend eilig nach Hause zu kommen, wie das so kommt, wenn man vor Abfahrt zu viel Wasser trinkt. Ich würde später noch einmal dort entlang fahren und es dann knipsen. Remscheid ist ja nicht Berlin, man fährt keine Stunde quer hindurch.
Und das Lied? Bis zurück in die 80er bin ich gekommen und legte es dann vorerst bei „Klaus Lage oder Heinz Rudolf Kunze“ ab.*

Am Wochenende fiel es mir wieder ein, weil ich zum Gottesdienst ganz in der Nähe war. Ich fuhr die Straße abwärts und wieder herauf – Fehlanzeige. Kein solches Plakat weit und breit. Magenta ist eine auffällige Farbe, die übersieht man auch im bergischen Spätherbst** nicht. Weil ich es also nicht in Echt fotografieren konnte, habe ich im Internet danach gesucht (auch, um sicher zu gehen, dass ich es wirklich gesehen hatte, es war ja schon dämmerig), und fand:

Screenshot vom Plakatgeschäft

Das verschwundene Plakat!
Tzja, da bleibt mir nur eine vernünftige Erklärung: Jesus hatte es genau für diesen Zeitpunkt, an dem ich dort entlang kam, für mich da hingehängt.

Heiße Liebe.

*=knapp daneben: es ist von der Münchner Freiheit
**=ich zähle den Dezember zu den Spätherbstmonaten