Zitate, Sprüche, Weisheiten

Zitat des Tages

Das Zitat des Tages stammt von meinem Schriftstellerkollegen Günter Grass. In einem Interview in der ZEIT vom 1. Juli 1999 bezeichnet er Sisyphus als seinen Privatheiligen und vergleicht das Ende der Sisyphusarbeit mit gefährlichen Utopien:

Sisyphus ist nichts anderes als das Wissen, dass der Stein oben nicht liegen bleibt – und dann das Jasagen dazu. Für mich gäbe es keine schrecklichere Vorstellung als die, dass der Stein eines Tages oben liegen bliebe. […] Alle Utopien arbeiten mit der Verheißung: Der Stein wird, wenn alles so läuft, wie es meine Utopie vorschreibt, eines Tages oben liegen.

gefunden bei Wikipedia/Sisyphos, als ich was ganz anderes suchte

Ent-utopisieren wir uns und wenden uns hin zu mehr Realismus. (Natürlich ist Träumen auch weiterhin erlaubt und erwünscht. Aber es gilt eine tragfähige Balance zu finden.)

Ermutigung

zum Jahresendeanfang

Der Statistikfreund und ich haben lange überlegt, was wir den Vorgartenfreunden zu Silvester und Neujahr bieten wollen.
„Klamauk zum Jahresabschluss“ ist wie immer hoch im Kurs, aber schließlich haben wir uns drauf verständigt, dass die Klamaukfreunde in den alten Vorgarten gehen können, da gibt es genug zu lesen und zu lachen.
Zum Beispiel bei den Heileits von 2014. Oder bei der Jahresabschlussstatistik von 2010. Oder … ähm… hm. Das wars dann schon. Ehrlich, ich war sicher, dass es viel mehr sein würden … na ja, wir haben uns beim Klamauk ja nicht auf Silvester beschränkt. Reichlich Linkse weisen dich dahin.
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Wir haben uns also drauf verständigt, dir diesen Text zu bieten.
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Wieder ist ein Jahr vergangen, himmlischer Vater! Wir danken dir für deine Barmherzigkeit. Das neue Jahr steht vor uns mit seinen Forderungen. Aber wir gehen nicht mit leeren Händen hinein.

Wir nehmen mit uns die Erinnerung an die bangen Zweifel, die beruhigt wurden, an den Kummer, der gelindert wurde, an die Niedergeschlagenheit, aus der wir erhoben wurden, an die Hoffnung, die nicht beschämt wurde. Das hast du an uns getan, barmherziger Vater. In allem Werden und Vergehen bist du doch derselbe gewaltige Gott.

Sören Kierkegaard – und der Text der Tageslosung zum Altjahrsabend.

Das wünschen wir dir: dass du die Erinnerungen an die zuerst schlimmen Momente, die sich ins Gute wandelten, nicht vergisst.
Die schönen Momente darfst du natürlich auch gerne mitnehmen. Wir hoffen, du bekommst

ein stattliches neues Jahr.

Heiße Liebe!

Liebesbotschaft am Straßenrand

Neulich kam ich von einer Fahrt zurück nach Hause und fuhr von einer anderen als der üblichen Richtung in die Stadt. Da sah ich an einer Hauswand ein Werbeplakat kleben, Hintergrund magenta, aber die Schrift war nicht die des Telefongeschäfts, und es stand drauf: das was ich will, bist du!
Während es in meinem Kopf gleich zu rattern begann, aus welchem Lied mir diese Textzeile bekannt vorkam, war mir warm im Herz, denn ich wusste, egal, woher ich die Buchstabenfolge zu kennen glaubte – das ist eine Botschaft von Jesus an mich. Heiße Liebe!
Eigentlich müsste ich anhalten und ein Foto davon machen, dachte ich, aber ich hatte es zunehmend eilig nach Hause zu kommen, wie das so kommt, wenn man vor Abfahrt zu viel Wasser trinkt. Ich würde später noch einmal dort entlang fahren und es dann knipsen. Remscheid ist ja nicht Berlin, man fährt keine Stunde quer hindurch.
Und das Lied? Bis zurück in die 80er bin ich gekommen und legte es dann vorerst bei „Klaus Lage oder Heinz Rudolf Kunze“ ab.*

Am Wochenende fiel es mir wieder ein, weil ich zum Gottesdienst ganz in der Nähe war. Ich fuhr die Straße abwärts und wieder herauf – Fehlanzeige. Kein solches Plakat weit und breit. Magenta ist eine auffällige Farbe, die übersieht man auch im bergischen Spätherbst** nicht. Weil ich es also nicht in Echt fotografieren konnte, habe ich im Internet danach gesucht (auch, um sicher zu gehen, dass ich es wirklich gesehen hatte, es war ja schon dämmerig), und fand:

Screenshot vom Plakatgeschäft

Das verschwundene Plakat!
Tzja, da bleibt mir nur eine vernünftige Erklärung: Jesus hatte es genau für diesen Zeitpunkt, an dem ich dort entlang kam, für mich da hingehängt.

Heiße Liebe.

*=knapp daneben: es ist von der Münchner Freiheit
**=ich zähle den Dezember zu den Spätherbstmonaten

alles, was nirgends sonst reinpasst

die Vorbücherin

In ihrem bewegten beruflichen Leben hat die Vorgärtnerin auch schon mal als Buchhändlerin gearbeitet (den Job aber, weil Vorbücherin doof klingt, schließlich drangegeben). In einer Unterhaltung erzählt sie davon und kürzt das „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ mit „zvab“ ab.
Äh, nich ganz … zum Glück kann sie besser lesen und schreiben als Begriffe und Abkürzungen wiedergeben!
watnhä, Verzeichnisdingsda + zvab?