Teslas Gedanken, meine Gedanken

Ich hatte wieder einen dieser Tage, in denen mich die Wikipedia von Hölzken zu Stöcksken leitet, wodurch ich an Artikel gerate, die ich nie gesucht hätte.
Diesmal fand ich unter den kroatischen Verdienstorden einen mit dem Bildnis eines gewissen Nikola Tesla, was sofort mein Interesse weckte: Hat Herr Tesla was mit der gleichnamigen Automarke zu tun?
Das werd ich dir natürlich hier nicht verraten, du darfst es selbst suchen.
Eine Passage im Artikel belustigte mich aber, weshalb ich sie hier vorstelle:

Den Menschen deutete Tesla als eine gänzlich von äußeren Antriebskräften, vor allem von der Sonnenenergie, bestimmte Maschine (automáton). Mitte 1900 veröffentlichte er im Century Magazine einen ausschweifenden Artikel „zur Steigerung menschlicher Energie“ unter dem Titel The Problem of Increasing Human Energy. In diesem zeichnet er eine apokalyptische Prophezeiung über die Gegenwart und Zukunft der Menschheit. Nikola Tesla, der ein Vertreter eines energetischen Vegetarismus war, sah darin vor allem die Nutzbarmachung der Sonnenenergie als „natürliche Quelle zur Energieversorgung der Menschheit“. Auch seine Ideen zu einer kabellosen Energieübertragung für die gesamte Menschheit stellt er hier erstmals vor. Unter anderem behauptet er darin, dass „die Energie eines Menschen durch die Hälfte seiner Masse, multipliziert mit dem Quadrat einer noch unbekannten Geschwindigkeit“, bestimmt sei (Formel der Kinetischen Energie). Die Steigerung jener menschlichen Energie sei durch „Essen, Frieden und Arbeit“ möglich. Der Artikel, der auch ein Patent von Tesla zu einem „Welt-Energie-System“ referenziert, rief heftige Kritik in Fachkreisen und den Medien hervor, unter anderem in großen US-Zeitungen, in denen er als Träumer und unpraktischer Erfinder bezeichnet wurde.

Warum überrascht es mich nicht, dass schon damals die US-Amerikaner nichts von „Essen, Frieden und Arbeit“ sowie von der Nutzung der Sonnenenergie hielten?

3 Gedanken zu „Teslas Gedanken, meine Gedanken

  1. Avatar von gerlintpetrazamoneshgerlintpetrazamonesh

    Man kann das Essen reduzieren, den Frieden weglassen und nur noch die Arbeit zulassen, dann erreicht man das Paradies, das sich die Mächtigen wünschen.
    Aber Tesla war nicht nur in manchem seiner Zeit voraus, in manchem ein genialischer Kopf, ein Erfinder (und insofern ein Gegner des mächtigen Edison), sondern, sei’s geklagt, oft auch ein ziemlicher Spinner.
    Das ist nicht unbedingt abfällig gemeint, ein wenig herumspinnen führt auch gelegentlich zu guten Ideen. Und jemand, der das zu schätzen wußte, war z.B. ein anderer bekannter amerikanischer (dort war Tesla ja schließlich, in dem Land, das einst groß wurde durch zahllose Einwanderer…) Spinner, eines meiner unbedingten Idole, Samuel Longhorne Clemens. Mr. Clemens, der einen Yankee an König Artus Hof sandte, der durch Europa bummelte und andere Untaten auf dem Mississippi (Hier weiß ich nie, ob ich genug Doppelbuchstaben verteilt habe, aber ich bin ja auch kein Lotse auf dem großen Fluß) vollbrachte, war ein Denker, der sich selbst nicht zu ernst nahm, das unterschied ihn von Tesla.
    Der offenbar gern zu Gast bei ihm im Hause war.

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    1. Avatar von VorgärtnerinVorgärtnerin Autor

      Mit dem Spinner hast du recht, das hab ich beim Lesen des (!) ganzen Artikels durchaus hier und da gedacht.
      Der Mississippi könnte kaum mehr Doppelkonsonantenblöcke haben als so. Der Fluss hingegen hätte gerne einen. Aber das nur am Rande (was nicht immer seine Ufer bezeichnet). War dieser Yankee womöglich ein gewisser Mark Twain? Falls ja, war er auch schon Gast im Vorgarten.

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